Zum Hauptinhalt springen

G192 statt G8

Pressemitteilung von Ulla Lötzer,

"Wenn wir eine globale und demokratische Antwort auf die Wirtschafts- und Finanzkrise finden wollen, brauchen wir G192 statt G8. Denn die bisherigen G8-Gipfel waren immer ein Ausdruck der Arroganz der Industriestaaten, die Welt regieren zu wollen. Die weltweiten Machtverschiebungen zugunsten von Schwellenländern wie China oder Brasilien lassen einen exklusiven G8-Club nun immer unsinniger erscheinen. Bislang aber werden alle Anstrengungen der UNO, gemeinsam mit den Entwicklungsländern nach Lösungen zu suchen, von den Industriestaaten blockiert", erklärt Ulla Lötzer im Vorfeld des am Mittwoch im italienischen L’Aquila beginnenden G8-Gipfels. Die Sprecherin der Fraktion DIE LINKE für internationale Wirtschaftspolitik und Globalisierung weiter:

"Auch auf diesem G8-Gipfel werden wieder einmal nur altbekannte Ziele zum Klimaschutz oder zur Steigerung der Entwicklungshilfe wiederholt und der freie Welthandel beschworen werden. Mit derlei altbackenen Phrasen und hohlen Absichtserklärungen kommt die Welt weder aus der Krise noch auf einen alternativen Globalisierungspfad. Meine Hoffungen richten sich daher auf die vielen europäischen NGOs wie ATTAC, WEED oder Eurodad, aber auch auf Politikerinnen und Politiker, Aktivistinnen und Aktivisten aus dem Süden, die sich stark machen für eine neue Weltwirtschaftsordnung unter dem Dach der UNO. Dazu gehören im Kern die Abkehr vom Dollar als Weltleitwährung, ein Ende der Spekulation auf Rohstoffe und Nahrungsmittel und neue Regeln für den Welthandel. Das weltweite Casino muss geschlossen werden. DIE LINKE im Bundestag wird die Bewegungen für eine gerechte Globalisierung unterstützen."

Auch interessant