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Familienpolitik aus dem 19. Jahrhundert

Pressemitteilung von Diana Golze,

"Vor 200 Jahren wären Volker Kauders Vorschläge zum Eltern- und Betreuungsgeld zukunftsweisend gewesen, heute sind sie ein familien- und gleichstellungspolitischer Rückschritt. Das wird insbesondere durch sein Festhalten am Betreuungsgeld deutlich, welches die Bindung der Mütter an Haus und Herd mit einem Taschengeld entschädigen soll", kommentiert Diana Golze, kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, die Forderung von Unions-Fraktionschef Volker Kauder, das Elterngeld auf den Prüfstand zu stellen. Golze weiter:

"Kauder erteilt dem Versuch, die Familienpolitik der Union zu modernisieren und an die gesellschaftlichen Realitäten anzupassen, eine klare Absage. Wenn er sich in der Union durchsetzt, werden das insbesondere die Ärmeren in der Gesellschaft zu spüren bekommen, die auf eine verlässliche Unterstützung angewiesen sind. Bereits mit der Streichung des Elterngeldes für junge Familien im Hartz IV-Bezug wurde zehntausenden Familien, darunter vielen Alleinerziehenden, kurzfristig das finanzielle Standbein entzogen.

Die bisherigen Kürzungen müssen zurückgenommen, das Elterngeld weiterentwickelt und zu einer verlässlichen Komponente in der Familienplanung ausgebaut werden. Kauder wäre gut beraten, wenn er auf unsere familien- und gleichstellungspolitischen Forderungen nach einer Väterkomponente im Elterngeld einginge. Beide Elternteile brauchen unabhängig voneinander einen eigenen Anspruch auf Elterngeld von 12 Monaten. Die Achterbahnfahrt der Regierung zu Lasten der Familien muss ein Ende haben."

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