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Familienfreundliche Arbeitswelt sieht anders aus

Pressemitteilung von Jörn Wunderlich,

„DIE LINKE kann den Forderungen des DGB-Vorsitzenden zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf nur zustimmen. Wer für eine familienfreundliche Arbeitswelt sorgen will, muss handeln und darf nicht nur schön reden. Außer dem Förderprogramm zu betrieblich unterstützter Kinderbetreuung und medienwirksamen Showveranstaltungen tut die Bundesregierung kaum etwas, damit die Unternehmen eine familienfreundliche Arbeitswelt schaffen,“ so Jörn Wunderlich zu den heutigen Gesprächen der Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) mit Gewerkschaften und Unternehmerverbänden über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Der familienpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE erklärt weiter:

„Es ist bezeichnend, wenn die Unternehmerverbände nach mehr Kinderbetreuungsangeboten verlangen, aber Eltern mit Kindern solche Arbeitszeiten, -intensität und -flexibilität abverlangen, dass ein Familienleben praktisch unmöglich wird. Die Bundesregierung hat dafür zu sorgen, dass die Rechte erwerbstätiger Eltern ausgebaut werden. Das schließt eine Erweiterung des Kündigungsschutzes für erwerbstätige Eltern von Kindern unter 7 Jahren und einen Rechtsanspruch auf Teilzeit für Eltern ebenso ein wie den Rechtsanspruch auf Maßnahmen der beruflichen Wiedereingliederung nach der Elternzeit.

Mit dem Argument, dass nur mit Gleichstellung von privat-gewerblichen mit freigemeinnützigen Trägern in der Kinderbetreuung der Kita-Ausbau bis 2013 gelänge, beerdigt sie das Prinzip der Gemeinnützigkeit. Der Ausbau der Kinderbetreuung darf aber nicht zu einer Privatisierung der Kinder- und Jugendhilfe missbraucht werden. Dies ist auch gar nicht nötig, da bereits nach der geltenden Gesetzeslage jedes Unternehmen und jede Elterninitiative einen gemeinnützigen Verein gründen kann, um eine Kita aufzumachen.

Nach Ansicht der Fraktion DIE LINKE müssen Quantität und Qualität beim öffentlichen Ausbau der Kinderbetreuung genauso stimmen, wie deren Finanzierung. Sowohl bei den Bedürfnissen der Eltern und Kinder, in der Ausbildung der Erzieherinnen und Erzieher, als auch bei den Arbeitsbedingungen der Beschäftigten setzt sich DIE LINKE für entsprechende Verbesserungen der bestehenden Verhältnisse ein.“

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