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Diskriminierung und Rassismus haben in der EU weiterhin Konjunktur

Pressemitteilung von Sevim Dagdelen,

Zum heute von der Europäischen Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC) veröffentlichten Bericht "Muslime in der Europäischen Union: Diskriminierung und Islamophobie" erklärt die integrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE., Sevim Dağdelen:

Die EUMC fordert von der Politik größere Anstrengungen, um Rassismus, Diskriminierung und Marginalisierung zu begegnen. Neben der Gewalt unterliegen Migrant/innen der Diskriminierung in Schule und Ausbildung, im Berufsleben und auf dem Wohnungsmarkt. Sie sind in besonders hohem Maße von Arbeitslosigkeit betroffen und leben in einer Reihe von Mitgliedstaaten der EU in ärmeren und unsichereren Wohnverhältnissen als der Durchschnitt der Bevölkerung. Diskriminierungserfahrungen bei der Arbeits- oder Lehrstellensuche treffen nach Angaben der EUMC vermehrt Menschen muslimischer oder afrikanischer Herkunft.

In diesem Sinne halte ich es für notwendig, dass endlich kollektive Zuschreibungen unterlassen werden, die tradierte rassistische Stereotype befördern. Pauschalisierungen und die Verknüpfung mit Themen wie Terrorismus oder Unterdrückung von Frauen, die Menschen muslimischen Glaubens per se autoritäre, sexistische wie fundamentalistische Grundhaltungen und Verhaltensweisen unterstellen, machen erst ein Klima möglich, das Rassismus und Diskriminierung akzeptiert.

Die Bundesregierung muss konkrete Handlungsmöglichkeiten anstoßen und ihr Vorgehen gegen Rassismus und Diskriminierung in einem Konzept darstellen. Also, beste Gelegenheit, endlich den zugesagten Nationalen Aktionsplan gegen Rassismus vorzulegen.

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