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Diabetes ist meist kein Schicksal

Pressemitteilung von Martina Bunge,

"Diabetes Mellitus des Typs II ist oft das Ergebnis der Lebensführung und damit nicht unausweichlich. Nur greift es viel zu kurz, zur Prävention allgemeine Kampagnen zu Ernährung und Bewegung durchzuführen", erklärt die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, Martina Bunge (DIE LINKE) anlässlich des morgigen Welt-Diabetestags. "Prävention muss die Menschen erreichen, die es besonders betrifft. Und leider betrifft Diabetes wie viele andere Erkrankungen auch besonders Menschen aus sozial schwachen Schichten." Bunge weiter:

"Bei Diabetes zeigt sich die Notwendigkeit von Gesundheitsförderung und Prävention. Der Typ II hatte früher den Beinamen „Altersdiabetes“. Heutzutage haben bereits Kinder diesen Zucker der Alten. Es ist aber vollkommen verfehlt, den Kindern oder Familien die Schuld zuzuweisen. Der Staat ist gefordert, insbesondere Menschen aus sozial benachteiligten Schichten den Zugang zu gesunder Ernährung und Bewegung zu ermöglichen. Das ist auch eine finanzielle Frage.

Und wir müssen alle Menschen und besonders die Kinder mitnehmen und nicht ausschließen. Kinder aus sozial benachteiligten Familien sind aber systematisch von Bildung, gesellschaftlicher Teilhabe und dem Erwerb von Fähigkeiten zur Problemlösungskompetenz weitgehend ausgeschlossen. Das zeigt sich an der sozial ungleichen Verteilung von Bildung und Gesundheitsrisiken. Schlechtes Gesundheitsverhalten ist das Ergebnis inadäquater Problemlösungsstrategien und von Exklusion. Hier ist die Bundesregierung gefordert, endlich ein Präventionsgesetz zu verabschieden, das seinen Schwerpunkt auf die soziale Ungleichheit legt, entsprechend dem Antrag der LINKEN."

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