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Deutschland bleibt bei Einbürgerungen zurück

Pressemitteilung von Sevim Dagdelen,

"Die leicht gestiegene Zahl der Einbürgerungen ist keine Erfolgsmeldung. Selbst unter dem alten Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz gab es mehr Einbürgerungen als aktuell nach dem 1999 geänderten Staatsangehörigkeitsrecht", so Sevim Dagdelen, migrationspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zu den aktuellen Einbürgerungszahlen des Statistischen Bundesamts. "Auch im europäischen Vergleich steht Deutschland schlecht da. Angesichts der hohen rechtlichen Hürden bei der Einbürgerung verwundert dies nicht. DIE LINKE fordert radikale Einbürgerungserleichterungen und die generelle Hinnahme der doppelten Staatsangehörigkeiten." Dagdelen weiter:




"Trotz des leichten Anstiegs um fünf Prozent befinden sich die Einbürgerungszahlen mit 112.300 Einbürgerungen im Jahr 2012 auf einem weiterhin niedrigen Stand. Die Zahl derjenigen, die es schafften, die hohen Hürden zur Einbürgerung zu überwinden, lag 2012 immer noch deutlich unter dem Wert von 1999 mit 143.267 Einbürgerungen. DIE LINKE fordert deshalb die generelle Akzeptanz der Mehrstaatigkeit sowie niedrigere Sprachanforderungen und Gebühren – wie in vielen anderen europäischen Ländern auch.

Mit ihrer Einbürgerungspolitik verhindert die Bundesregierung vielen Einbürgerungswilligen, die im Durchschnitt bereits seit fast 20 Jahren hier leben, die Gleichstellung. Sie macht sie zu Bürgern zweiter Klasse. Damit muss endlich Schluss sein. Die rigide Einbürgerungspraxis muss beendet werden."

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