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Den Amoklauf des Airbus-Managements stoppen

Pressemitteilung von Herbert Schui,

Der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE., Herbert Schui, fordert den Stopp von Power8 und die Entlassung des Airbus-Managements. Das Kürzungsprogramm werde mit dreisten Lügen gerechtfertigt, so Schui:

Jobvernichtung bei vollen Auftragsbüchern - „Power8“ ist ein Amoklauf des Airbus-Managements. Beim Flugzeugmodell A380 hat die Konzernspitze ihre Unfähigkeit unter Beweis gestellt. Jetzt wollen die Manager Airbus mit der Axt sanieren. Der Verkauf von Werken wie Varel, Laupheim und Saint-Nazaire hat nur ein Ziel: Lohndrückerei. Der Bundesregierung sind die Beschäftigten gleichgültig. Anders sind die lobenden Worte für die Ausgewogenheit von Power8 nicht zu verstehen.

Um das Qualitätsprodukt Airbus zu retten, muss das Management gehen und Power8 gestoppt werden. Noch ist das Kürzungsprogramm nicht durchgesetzt. Die Proteste und Arbeitsniederlegungen der Belegschaften und ihrer Gewerkschaften sind bitter nötig. Es mag helfen, dass Airbus zum Thema im französischen Präsidentschaftswahlkampf wird.

Weil Bundesregierung und private Anteilseigner die notwendige Kapitalerhöhung verweigern, soll das Geld durch einen Raubzug bei den Beschäftigten aufgebracht werden. Dieser Raubzug wird mit dreisten Lügen gerechtfertigt. Es ist nicht wahr, dass Power8 der Versuch ist, auf die Produktionsprobleme beim A380 zu reagieren. Die A380-Produktion wird durch Power8 praktisch nicht berührt. Die Stellenkürzungen betreffen keineswegs nur die Verwaltung.

Allein in den sechs Werken, die ausgegliedert werden sollen, sind 12.000 Stellen betroffen. Dies zeigt auch, dass mit falschen Zahlen gespielt wird. Die Konzernleitung behält sich ausdrücklich vor, notfalls Leute zu entlassen, um den Stellenabbau umzusetzen. Schließlich lässt sich durch Werksverkäufe und Stellenstreichungen die Abhängigkeit vom Euro nun wirklich nicht verringern - es sei denn, man will die Werke nicht nur verkaufen, sondern dicht machen.

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