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Bundesminister Tiefensee muss endlich sein Versprechen halten!

Pressemitteilung von Gesine Lötzsch,

Zur Hinhaltetaktik des Bundesverkehrsministers und der Deutschen Bahn gegenüber den Organisatoren der Ausstellung über die 11.000 deportierte jüdische Kinder, erklärt Gesine Lötzsch, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE.:

Der Bundesverkehrsminister hat das heutige Treffen mit den Organisatoren der Ausstellung über die Deportation von11.000 jüdische Kinder, die zwischen 1942 und 1944 auf dem deutschen Schienennetz in die Vernichtungslager deportiert worden, kurzfristig abgesagt. Das ist ein Affront gegenüber der Pariser Opferorganisation "Söhne und Töchter der deportierten Juden Frankreichs

Der Bahn-Vorstandsvorsitzende, Dr. Hartmut Mehdorn, lehnt es seit zwei Jahren aus fadenscheinigen Gründen ab, die auf 18 französischen Bahnhöfen präsentierte Gedenkausstellung auch auf deutschen Bahnhöfen zuzulassen. Nach monatelangen Demonstrationen und Protestveranstaltungen deutscher und französischer Organisationen hatte sich im März der deutsche Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee eingeschaltet und Mehdorn zum Einlenken aufgefordert

Gesine Lötzsch fordert vom Verkehrsminister Aufklärung und erklärt: "Ich werde im Parlament mit entsprechenden Anfragen herausfinden, ob es wirklich nur terminliche Schwierigkeiten waren, die zu einer Absage des Gesprächstermins geführt haben oder ob der Verkehrsminister dem Druck von Herrn Mehdorn nicht stand gehalten hat. Sollte das letztere der Fall sein, dann hat die Sache ein umfassenderes parlamentarisches Nachspiel."

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