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Beteiligung erhöhen – Wahlalter senken

Pressemitteilung von Norbert Müller,

„An Lippenbekenntnissen fehlt es nicht, wenn es um mehr Beteiligung von Kindern und Jugendlichen geht. Doch welch immenser Nachholbedarf in dieser Frage in Deutschland noch besteht, zeigt die vorgelegte Studie eindrucksvoll. Dass die Kinderrechte ins Grundgesetz gelangen, ist überfällig. Dabei wird es wichtig sein, in der Formulierung auch die Beteiligungsrechte zu unterstreichen“, erklärt Norbert Müller, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, zu einer heute vom Deutschen Kinderhilfswerk vorgestellten Studie zu den Beteiligungsrechten von Kindern. Müller weiter:

„Beteiligung wird auch durch nicht hinnehmbare materielle Verhältnisse verwehrt. Wer einen Schülerjob machen muss, um das Familieneinkommen zu unterstützten, hat schlicht nicht die Zeit, sich auch noch politisch einzubringen. Auch wenn eine Busfahrkarte in diese nächste Stadt einen erheblichen Teil des Taschengelds ausmacht, wird Beteiligung erschwert oder sogar verhindert.

Die aktuellen Freitagsproteste der Schülerinnen und Schüler zeigen eindrucksvoll, wie politisch Kinder und Jugendliche sind. Eine ganze Generation hat erkannt, dass nicht nur klimapolitisch etwas grundlegend falsch läuft. Die Mär von den ach so unpolitischen Jugendlichen ist endgültig entlarvt. Als LINKE werden wir weiter dafür kämpfen, dass diese vielen Stimmen Gehör finden. Deswegen fordern wir als ersten Schritt die Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre, bundesweit und auf allen Ebenen.“

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