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Auslandseinsätze - mit Sanitätern begonnen, beim Einsatz von Kampfverbänden angekommen

Pressemitteilung von Paul Schäfer,

"Das Verteidigungsministerium versucht, einen Anlass mit Glanz und Würde zu bepinseln, der eher zu Besinnung und Umkehr anregen sollte", kommentiert Paul Schäfer, verteidigungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, die bevorstehende Verabschiedung des viertelmillionsten Bundeswehrsoldaten in einen Auslandseinsatz. Schäfer erklärt weiter:

"Seit dem ersten Auslandseinsatz der Bundeswehr tritt die zunehmende Militarisierung und Eskalationsanfälligkeit deutscher Außenpolitik immer stärker hervor: Was 1992 mit dem Betrieb eines Feldlazaretts in Kambodscha begann, wurde stetig ausgeweitet - zahlenmäßig, geographisch und inhaltlich. So ist es nur logisch, dass der vom Verteidigungsministerium gefeierte viertelmillionste Bundeswehrsoldat im Auslandseinsatz seinen Dienst vermutlich als Mitglied der Quick Reaction Force in Afghanistan versehen wird - eines schwerbewaffneten Kampfverbands mit offensivem Auftrag.

Wenn nun Verteidigungsminister Jung feststellt, die Einsätze prägten mittlerweile das Bild der Bundeswehr nach innen und nach außen, ist das sicher richtig. Ein Grund zum Feiern ist es nicht."

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