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Ausbildungsmisere bleibt bestehen

Pressemitteilung von Agnes Alpers,

„Die Ausbildungsmisere ist in Deutschland nicht überwunden. Weiterhin bleiben junge Menschen, die als nicht ausbildungsfähig bezeichnet werden, außen vor. Die Partner des Ausbildungspakts arbeiten mal wieder mit der Vernebelungstaktik“, so Agnes Alpers zu der Meldung, dass Bundesregierung, Wirtschaftsverbände und Bundesagentur für Arbeit eine positive Bilanz des Ausbildungspakts gezogen haben. Die Sprecherin für berufliche Aus- und Weiterbildung der Fraktion DIE LINKE fährt fort:

„Die Bundesagentur für Arbeit spricht von 12.300 unversorgten Personen. Dies ist jedoch ein völlig verzerrtes Bild der Lage am Ausbildungsmarkt. In Wahrheit gibt es 1,5 Millionen Jugendliche zwischen 20 und 29 Jahren ohne Ausbildung, die jedoch in der Ausbildungsstatistik nicht aufgeführt werden. Zudem werden unzählige Jugendliche als versorgt in die Statistik aufgenommen, die sich nicht mehr bei der Bundesagentur für Arbeit melden, egal, ob sie sich selbst einen Job suchen oder es einfach nur aufgegeben haben. Jeder vierte Hauptschüler hat nach vier Jahren immer noch keine Ausbildungsstelle. Die Zahl der Einstiegsqualifizierungen ist weiter zurückgegangen. Auch die Zahl außerbetrieblicher Ausbildungsverhältnisse ist gesunken und bezüglich der Aussetzung der Wehrpflicht sind keine neuen Ausbildungsplätze in Sicht.

DIE LINKE bleibt dabei: Die Wende am Ausbildungsmarkt ist nur durch eine Ausbildungsplatzumlage zu erreichen. Ausbildungsunwillige Betriebe müssen zahlen, da sie ihrer gesellschaftlichen Aufgabe nicht nachkommen, damit ausbildende Unternehmen mit den Einnahmen aus der Umlage unterstützt werden. Das Recht auf Ausbildung muss für alle umgesetzt und darf nicht durch geschönte Statistiken unterwandert werden.“



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