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Atypische Beschäftigung steigt an, Regierung schläft

Pressemitteilung von Jutta Krellmann,

"Das Problem der Zunahme atypischer Beschäftigung ist seit langem bekannt, doch statt zu handeln, legt die Bundesregierung weiterhin die Hände in den Schoß", erklärt Jutta Krellmann, gewerkschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die heutige Veröffentlichung zur atypischen Beschäftigung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung, der zufolge atypische Beschäftigung nach wie vor weit verbreitet ist und im letzten Jahr 39 Prozent aller abhängig Beschäftigten in Minijobs, Teilzeit oder Leiharbeitsverhältnissen arbeiteten. Krellmann weiter:




"Das Normalarbeitsverhältnis wird zum Auslaufmodell. Vor allem die Zunahme von Teilzeitbeschäftigung und Leiharbeit sorgt dafür, dass mittlerweile vier von zehn Beschäftigten nicht mehr in einem Normalarbeitsverhältnis stehen. Besonders hoch sind die Zahlen in westdeutschen Flächenländern, wie Schleswig-Holstein oder Niedersachsen, Frauen sind in verstärktem Maße betroffen. Die Große Koalition kuscht indes lieber vor dem Gezeter der Arbeitgeberlobby, anstatt sich um die Regulierung der Leiharbeit oder die Eindämmung des Missbrauchs von Werkverträgen zu kümmern.

DIE LINKE fordert, dass das Normalarbeitsverhältnis endlich wieder zur Regel wird und die Beschäftigten von ihrer Arbeit leben können. Leiharbeit, Teilzeit und Befristung müssen wieder zur Ausnahme statt zur Regel werden. Die Einführung des Mindestlohns Anfang des Jahres darf nicht das Ende der arbeitsmarktpolitischen Fahnenstange der Großen Koalition sein."

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