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Arzneimittelreform lässt viele Baustellen offen

Pressemitteilung von Sabine Zimmermann,

"Die Arzneimittelreform von 2011 war keine Revolution, sondern der verspätete Anschluss an die europäische Normalität. Viele Baustellen sind noch offen. Weder Lobhudelei für die Bundesregierung noch Jammerei der Pharmaindustrie sind hier angebracht", erklärt Sabine Zimmermann mit Blick auf den neuen DAK-Report zu den Wirkungen des Gesetzes zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG). Die stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter:




"So richtig die frühe Nutzenbewertung von neuen Arzneimitteln auch ist, so fragwürdig ist doch die Umsetzung im AMNOG. Hier geht es eben nicht darum, die Versorgung für die Versicherten zu erreichen, sondern vor allem darum, Kosten zu sparen. Was billig ist und wenig taugt, darf trotzdem in der Versorgung bleiben. Zudem untergraben die Preisverhandlungen hinter verschlossenen Türen das Vertrauen, dass der Zusatznutzen letztlich tatsächlich ausschlaggebend für den Preis ist. Richtig wäre eine transparente und nachvollziehbare Preisfestsetzung nach klaren Qualitätskriterien: Was besser ist, darf auch mehr kosten.

Der DAK-Report zeigt auch: Die beste Nutzenbewertung taugt wenig, wenn sie nicht in der Versorgung der Patientinnen und Patienten berücksichtigt wird. Das Unwesen der Pharmavertreter gehört ebenso streng reguliert wie verkappte Verordnungsprämien, die hinter vielen angeblichen Beobachtungsstudien stecken."

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