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Arbeitslosenzahl stimmt hinten und vorne nicht

Pressemitteilung von Kornelia Möller,

"Auch wenn der Chef des Arbeitsmarktforschungsinstitutes der Bundesagentur Joachim Möller meint, die deutsche Arbeitslosenstatistik sei vergleichsweise ehrlich, weil in anderen Ländern noch mehr geschummelt wird: Die offiziellen Arbeitslosenzahlen für Mai stimmen hinten und vorne nicht", sagt Kornelia Möller. Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE geht von deutlich höheren Zahlen aus: "Selbst nach vorsichtigsten Schätzungen fehlen 1,5 Millionen erwerbslose Menschen in der Statistik der Bundesagentur." Kornelia Möller weiter:

"Die niedrigeren offiziellen Zahlen beruhen durchaus nicht auf einem Rechenfehler. Es steckt politisches Kalkül dahinter. Alle bisherigen Bundesregierungen haben mit verschiedenen Tricks versucht, die tatsächlichen Ausmaße der Erwerbslosigkeit zu verschleiern.

Kein Wunder: Gäben der Arbeitsminister und seine Ministeriumsriege die tatsächliche Zahl von insgesamt 5 bis 6 Millionen Menschen an, die keiner regulären Erwerbsarbeit nachgehen, fiele es ihnen ungleich schwerer, weiter das Märchen von Aufschwung und Vollbeschäftigung aufrechtzuerhalten.

Überdies ist nicht allein die Zahl der Beschäftigten wichtig. Wichtig ist vielmehr, dass Erwerbsarbeit qualitativ hochwertig und gut bezahlt ist. Künstlich die Arbeitslosenzahlen kleinzurechnen, nützt keinem und schon gar nicht den betroffenen Menschen. Gute Arbeit für alle muss her!"

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