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Alte Bundesregierung hat bei Begrenzung der Arzneimittelpreise versagt

Pressemitteilung von Kathrin Vogler,

„Die Bürgerinnen und Bürger haben auch in Deutschland einen Anspruch auf gute, auf ihren Nutzen überprüfte und bezahlbare Medikamente. Die von den Pharmakonzernen geforderten Phantasiepreise besonders bei neuen Produkten stellen für die Ausgaben der Krankenkassen eine tickende Zeitbombe dar“, erklärt Kathrin Vogler, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des heute veröffentlichten Arzneiverordnungs-Reports 2017. Vogler weiter:

„Es war ein Geschenk von CDU/CSU und SPD an die Arzneimittelhersteller, dass diese den Preis für neue patentgeschützte Produkte immer noch für die ersten zwölf Monate nach der Zulassung beliebig hoch ansetzen dürfen. Das stellt auch nach Ansicht der Experten des Arzneiverordnungs-Reports eine Hauptursache für den rasanten Preisanstieg dar.

Es ist Zeit, dass die Forderung der LINKEN aufgegriffen und eine staatlich finanzierte Pharmaforschung unabhängig von den großen Konzernen auf den Weg gebracht wird. Nur so kann auf Dauer gewährleistet werden, dass nicht immer mehr Medikamente für Menschen mit seltenen Erkrankungen im sogenannten beschleunigten Verfahren auf den Markt kommen und damit eine Bewertung von Nutzen und Risiko umgangen wird. Hier muss die öffentliche Hand eingreifen, sei es mit finanziellen Strafen für die Konzerne oder aber auch durch eigene Bemühungen.“