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Agrarsubventionen: Offenheit schafft Vertrauen

Pressemitteilung von Kirsten Tackmann,

Zu den jüngsten Äußerungen des Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, in der Passauer Neuen Presse erklärt die agrarpolitische Sprecherin und Vorstandsmitglied der Fraktion DIE LINKE., Kirsten Tackmann:

Landwirtinnen und Landwirte sind vielfältige Dienstleister für die Gesellschaft. Sie schaffen nicht nur Lebensmittel, sondern leisten auch Beiträge zur Kulturlandschaftspflege, zu Umweltschutz und Tourismus. Nicht nur deshalb ist eine gesamtgesellschaftliche Unterstützung in Form von Subventionszahlungen legitim. Genauso legitim ist allerdings, dass die Zahlenden wissen, wer wie viel bekommt und vor Allem wofür. Die Offenlegung der Agrarsubventionen ist folglich mehr als angebracht und sollte schnellstmöglich auf europäischer Ebene geregelt werden.

Die Veröffentlichung muss sich an den realen gesellschaftlichen und ökologischen Leistungen der landwirtschaftlichen Betriebe orientieren. Äpfel dürfen nicht mit Birnen - kleine bäuerliche Familienbetriebe im Allgäu nicht mit Agrargenossenschaften in der Uckermark verglichen werden. Wie viele Menschen arbeiten auf 100 Hektar? Wie gut ist der Boden? Werden Tiere gehalten und wie artgerecht ist das? Solche Fragen müssen in die Diskussion einfließen.

Es geht hier nicht um des einen Mehr oder des anderen Weniger, hier ist Sachlichkeit gefragt und keine Neiddebatte. Zahlenspielerei muss ersetzt werden durch eine konkrete Definition der Leistungen, welche unsere Landwirtschaft für uns erbringen soll. Ökologische und gesellschaftliche Wirkungen der Landwirtschaft kosten Geld. Wenn wir das wollen, müssen wir es auch bezahlen.

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