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Afghanistan: Bundeswehrabzug statt Verstetigung der Gewalt

Pressemitteilung von Paul Schäfer,

„Was seit fast acht Jahren falsch ist, wird in den nächsten zehn Jahren nicht richtig“, kommentiert Paul Schäfer, verteidigungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, die Einschätzung von Ex-Verteidigungsminister Struck, die Bundeswehr müsse noch mindestens zehn Jahre in Afghanistan bleiben. Schäfer erklärt weiter:

„Selbst in den Erklärungen der US-Regierung zu Afghanistan werden mittlerweile Exit-Strategien gefordert - die falschen zwar, aber zumindest die Erfolglosigkeit des bisherigen Konzepts und die Perspektivlosigkeit langfristiger Militärpräsenz scheinen erkannt. Dass Peter Struck dazu nichts einfällt, als sein politisches Erbe, die deutsche Kriegsbeteiligung in Afghanistan, mit Durchhalteparolen zu verteidigen, deutet auf ein beachtliches Maß an Realitätsverleugnung hin.

Die Fraktion DIE LINKE fordert die Bundesregierung und die regierungstragenden Fraktionen auf, die Bundeswehr aus Afghanistan abzuziehen und bei Anrainerstaaten und Kriegsparteien auf diplomatische Initiativen zur Lösung der Probleme Afghanistans zu drängen, statt der Ausweitung und Verstetigung der Gewalt das Wort zu reden.“

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