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Wie wird man Politikerin?

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Die Teilnehmerinnen des diesjährigen Girls' Days bei der Fraktion DIE LINKE mit der ausbildungspolitischen Sprecherin der Fraktion Agnes Alpers (3.v.l.) und der frauenpolitischen Sprecherin der Fraktion Yvonne Ploetz (2.v.l.)

 

Wie auch in den vergangenen Jahren beteiligte sich die Bundestagsfraktion DIE LINKE sowie einige weibliche Abgeordnete heute am deutschlandweiten Girls‘ Day. In diesem Jahr ging es um das Berufsbild der Politikerin und um die Fragen: Wie kommen Frauen in die Politik, und machen Frauen anders Politik als Männer?

Begrüßt wurden die teilnehmenden Mädchen durch die Frauenpolitische Sprecherin Yvonne Ploetz, die sie zu einem Frühstück einlud. Sie berichtete über ihren Werdegang, der sie über die politische Jugendarbeit in den Bundestag führte und erläuterte die Aufgaben und  Themen des Frauenpolitischen Bereichs. Darauf wechselten sich verschiedene Abgeordnete ab, die jeweils ihre politischen Schwerpunkte und ihre speziellen Wege in den Bundestag beschrieben. Es stellten sich Kirsten Tackmann, Kersten Steinke, Sabine Stüber, Diana Golze, Katrin Kunert und Cornelia Möhring vor. So bekamen die Mädchen einen ersten Überblick, wie parlamentarische Arbeit funktioniert und wie vielfältig die Themenfelder sind. Zugleich gab es kleine Exkurse über den Staatsaufbau und die Funktionen des Bundestages. Natürlich konnten die Mädchen auch Fragen stellen. Dabei ging es um Syrien, Nordkorea, um Petitionen, die Rolle des Bundesrates, die Anwesenheit im Plenum und vieles andere mehr. Zugleich ermunterten die Abgeordneten die Mädchen zu einem eigenen politischen Engagement.

Nach dieser kleinen Gesprächsrunde haben wir es den Teilnehmerinnen ermöglicht, sich eine Plenardebatte auf der Besuchertribüne anschauen zu können. Die Mädchen waren danach sehr begeistert und wollten die Tribüne gar nicht mehr verlassen. Desweiteren haben die Teilnehmerinnen unseren Fraktionssaal mal genauer kennengelernt. „Wer sitzt wo?“ spielte dabei eine große Rolle. Aber nicht nur unseren Fraktionssaal konnten sich die Mädchen anschauen, sondern auch einen weiteren. Dabei stellten sie fest, dass jede Fraktion eine andere Sitzaufteilung hat und nicht alles gleich aussieht.

Zum Abschluss haben sie noch die Abgeordnete Agnes Alpers kennengelernt. Ihr stellten die Mädchen unter anderem viele Fragen über das Schulsystem in Deutschland. Agnes Alpers hatte den Teilnehmerinnen ebenfalls ein paar Fragen danach gestellt, wie sie sich ihre Zukunft vorstellen und dabei kamen sehr interessante Antworten heraus: die Mädchen wollen Familie und Beruf vereinbaren, einigen ist ein erfüllender Job aber auch wichtiger als Familie und Kinder, die Mehrheit will lieber in einer Beziehung als in einer Ehe leben. Und, Politikerin zu sein ist durchaus eine Option. Nach diesem Gespräch erhielten unsere Teilnehmerinnen noch eine kleine Überraschung von uns und die Zusicherung: wir bleiben in Kontakt. Wir hatten einen schönen gemeinsamen Tag und werden auch in der Zukunft am Girls‘  Day teilnehmen, um Mädchen und junge Frauen zu fördern.

 

linksfraktion.de, 25. April 2013

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