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Was war da los, Gesine Lötzsch?

Im Wortlaut von Gesine Lötzsch,


Gesine Lötzsch (m.) mit Jenny de la Torre (r.) und Mitarbeiterin

Von Gesine Lötzsch

Die Ärztin Jenny de la Torre behandelt in der Berliner Pflugstraße Obdachlose, die dringend medizinische Versorgung brauchen. Diese Anlaufstelle besuchen wir jedes Jahr vor Weihnachten und überreichen im Namen unserer Bundestagsfraktion Spenden, die zur Weihnachtsfeier an die Hilfebedürftigen verteilt werden. Bei unseren Treffen mit Jenny erfahren wir jedes Jahr aufs Neue von der Situation der Obdachlosen in unserer Stadt. Die Realität ist erschreckend. Sie berichtete von Obdachlosen, die schlaflose Nächte verbringen, in der Sorge darum, dass man ihren Schlafsack anzündet. Darum solle man den Schlafsack nicht ganz zuziehen, um im Brandfall schneller zu entkommen. Auch Überfälle auf diese Menschen mit ihren wenigen Habseligkeiten nehmen zu. Obdachlosigkeit selbst nimmt auch zu. Heimplätze sind immer schwieriger zu bekommen, "das ist eine traurige Erfahrung, die wir machen", so die Ärztin. Plätze werden nur noch zentral über die Senatsverwaltung vergeben. Im Sommer will de la Torre für ihre Patienten ein Fest ausrichten. Wir haben versprochen, die passende Band zu finden.

linksfraktion.de, 17. Dezember 2013