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»Tödlich für Betroffene und eine Schande für Europa«

Im Wortlaut von Petra Pau,

Petra Pau, Vizepräsidentin des Bundestages, über die Konferenz der LINKEN zur Situation von Sinti und Roma in Europa am 10. Dezember in Berlin

DIE LINKE nennt ihre Konferenz "Willkommen zuhause" …

Petra Pau: … mit großem Fragezeichen. Es ist eine internationale Konferenz über Roma in der Europäischen Union.

Warum das?

Sinti und Roma sind die größte europäische Minderheit. Sie werden benachteiligt, ausgegrenzt, verfolgt und gejagt. Das ist oft tödlich für Betroffene und eine Schande für Europa.

Von welchen Ländern sprechen Sie?

Da muss man nahezu jedes EU-Land aufrufen. Wir werden Berichte aus Bulgarien, Frankreich, Italien, der Slowakei, Spanien und Ungarn hören.

Und die EU-Kommission wird vertreten sein.

Die EU hat jüngst eine Roma-Strategie verabschiedet. Sie gilt übrigens auch für Deutschland, wo Sinti und Roma ebenfalls diskriminiert werden.

Wer gibt Einblicke in deutsche Verhältnisse?

Romani Rose und weitere Repräsentanten des Zentralrats der Sinti und Roma werden kommen, außerdem Gewerkschaftsvertreter und Mitstreiter von Jugendinitiativen. Es wird auch um die Abschiebung von Sinti und Roma in den Kosovo gehen. DIE LINKE war immer gegen diese unmenschliche Praxis.

Dusselig gefragt: Der Konferenz-Termin, also der 10. Dezember, ist kein Zufall, oder?

Das ist der internationale Tag der Menschenrechte, richtig.

Wer wird DIE LINKE präsentieren?

Gregor Gysi und Lothar Bisky haben zum Beispiel zugesagt. Außerdem ist es eine gemeinsame Veranstaltung unserer Fraktionen im Europaparlament, im Bundestag, im Abgeordnetenhaus und der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Die wann, wo beginnt?

Um 9.30 Uhr im Berliner Abgeordnetenhaus. Näheres bietet das Internet.

Interview: Rainer Brandt

linksfraktion.de, 4. Dezember 2011

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