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Offene Wunde Kinderarmut - Bundesregierung weiter tatenlos

Nachricht von Norbert Müller,

Der DGB hat Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zu Hartz IV-Haushalten ausgewertet. Demnach leben derzeit 1,51 Millionen Kinder (0-14 Jahre) in Haushalten, die wenigstens aufstocken. Das bedeutet einen leichten Rückgang um 3,1 Prozent von 1,56 Millionen dieser Altersgruppe im Jahr 2016. Die Gesamtzahl der Hartz IV-Beziehenden ist im gleichen Zeitraum um zehn Prozent zurückgegangen, ein deutliches Indiz dafür, dass die Bekämpfung von Kinderarmut nur eine nachrangige Rolle in der Sozialpolitik der Bundesregierung spielt, befindet Norbert Müller, der kinder- und jugendpolitische Sprecher der LINKEN im Bundestag:

"Der Kampf gegen Kinderarmut scheint für die Bundesregierung keine Priorität zu genießen, das belegen die Zahlen des DGB erneut. An den erdrückenden Armutsraten von Kindern hat sich so gut wie nichts getan. Kinderarmut bleibt strukturelle Kindeswohlgefährdung! Sie ist Ausdruck gesamtgesellschaftlicher Missstände und kann auch nur gesamtgesellschaftlich angegangen werden. Das heißt: Höhere Löhne für die Eltern, soziale Infrastruktur für alle Geldbeutel und Regionen und eine Kindergrundsicherung, die diesen Namen verdient."

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