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LINKE auf atomarer Spurensuche in NRW

Nachricht von Hubertus Zdebel,

Hubertus Zdebel auf der Atommüll-Alarm-Tour durch NRW vom 20. bis 25. Oktober 2014

Von Dirk Seifert

Vom 20. bis 25. Oktober waren Hubertus Zdebel, Sprecher für Atomausstieg der Bundestagsfraktion DIE LINKE, und als Gast Peter Dickel von der AG Schacht Konrad und dem Trägerkreis der Atommüll-Alarm-Kampagne, in Bonn, Oberhausen, Bielefeld, Herford, Aachen und Mönchengladbach unterwegs, um als SOKO Atommüll über das atomare Erbe und die wachsenden Probleme zu informieren. Unterstützt wurden sie von Zdebels Fraktionskollegin Inge Höher. Andrej Hunko, ebenfalls LINKE-Bundestagsabgeordneter aus NRW, musste leider aufgrund anderer Verpflichtungen kurzfristig seine Teilnahme absagen.

"Die Atommüll-Alarm-Tour hat gezeigt, wie wichtig es ist, auf die Straße zu gehen und mit den Menschen vor Ort zu reden", so Hubertus Zdebel zum Abschluss der Infotour: "In vielen Gesprächen haben wir erfahren, wie empört die Menschen über die Stromkonzerne sind, die sich aus der Verantwortung für den Atommüll stehlen wollen und mit milliardenschweren Schadensersatzklagen gegen die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler vorgehen."

Auf zehn Veranstaltungen informierte die SOKO Atommüll über die geplanten Castor-Exporte aus Jülich in die USA, über die Bad-Bank-Pläne der Atomkonzerne, mit denen sie sich aus der Verantwortung und den wachsenden Kosten der Atommülllagerung verabschieden wollen, über die milliardenschweren Klagen von Vattenfall, E.on und RWE auf Schadensersatz und gegen den Atomausstieg, über Sicherheitsrisiken an den zahlreichen Atommüll-Standorten und über die bisherige Arbeit der Atommüll-Kommission in Berlin.

Überall in der Republik wachsen die Atommüllberge weiter an und überall zeigen sich Sicherheitsprobleme und Mängel. Im Vattenfall-AKW Brunsbüttel quillt der Atommüll aus verrosteten Fässern, in Jülich lagert hochradioaktiver Atommüll ohne ausreichende Erdbebenauslegung. An den AKW Standorten entstehen immer neue Atommülllager, der Ausbau des Schacht Konrad in Salzgitter verzögert sich immer weiter und die Kosten explodieren.

Hubertus Zdebel findes es "gut, dass die Anti-Atom-Bewegung weiter so aktiv ist". Er verweist auf die vielen Veranstaltungen, die im Rahmen der Atommüll-Alarm-Kampagne von zahlreichen Initiativen und Umweltverbänden seit Wochen bundesweit stattfinden. "Wir werden die Impulse und Anregungen, die sich aus der Zusammenarbeit mit den Initiativen und den vielen Diskussionen mit den Bürgern während der Tour ergeben haben mitnehmen in den Bundestag", verspricht Zdebel.

10 Veranstaltungen in sechs Tagen – Berichte und Fotos von den einzelnen Stationen finden Sie hier.