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Hexachlorbenzol kann in Australien angeblich nicht entsorgt werden

Nachricht von Eva Bulling-Schröter,

Während der aktuellen Fragestunde des Bundestags an die Bundesregierung am 28. März 2007, fragte die umweltpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE., Eva Bulling Schröter, ob die Bundesregierung Informationen über die Giftmüllentsorgung in Australien hätte. Hintergrund dieser Frage waren die noch in diesem Jahr geplanten Importe von über 20.000 Tonnen Hexachlorbenzol (HCB) aus Australien nach Deutschland. In Ihrer Antwort verweist die Bundesregierung auf eine Mitteilung der zuständigen australischen Behörden, wonach keine ausreichenden Kapazitäten zur Entsorgung von HCB im eigenen Land zur Verfügung stehen. Zwar gebe es Firmen, die technisch in der Lage seien, diese hochgiftigen Pflanzenschutzmittelrückstände zu entsorgen. Die Kapazitäten würden jedoch für andere Abfälle benötigt.

„Weil also ein hoch entwickeltes Industrieland wie Australien, nicht fähig ist, den selbst produzierten Müll auch fachgerecht zu entsorgen“, so Eva Bulling Schröter, „soll er nun ins über 16.000 Kilometer entfernte Deutschland transportiert werden. Das ist unseriös und muss verhindert werden.“ Ob und wie dies möglich ist, soll ein vom Landesumweltminister in Nordrhein Westfalen, Eckard Uhlenberg (CDU), in Auftrag gegebenes Gutachten zeigen.

Antwort der Bundesregierung herunterladen (PDF)