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Her mit dem ganzen Leben!

Nachricht von Cornelia Möhring, Doris Achelwilm, Katrin Werner,

Vor 150 Jahren wurde der Paragraph 218 eingeführt und damit Schwangerschaftsabbrüche kriminalisiert. Seitdem kämpfen Feministinnen gegen den Paragraphen und für das Recht, selbst über ihren Körper bestimmen zu dürfen. Über die Jahrzehnte sind unsere Forderungen nur stärker und wütender geworden: Zum 8. März fordert die Fraktion DIE LINKE. Im Bundestag die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen und reproduktive Gerechtigkeit für alle!

Jede Person soll selbst entscheiden können, ob sie ein Kind bekommt oder nicht. Dazu gehören nicht nur kostenfreier Zugang zu Verhütungsmitteln und Schwangerschaftsabbrüchen. Echt Wahlfreiheit und Selbstbestimmung sind vor allem eine Frage der sozialen Absicherung. Ein Leben mit Kindern muss für alle Familien gut und sicher möglich sein. Familie verstehen wir dabei als einen Ort, an dem Verantwortung füreinander übernommen, Liebe und Leben geteilt wird – in vielfältigen Lebensmodellen. Nur so können sich wirklich alle Menschen frei für ein Leben mit Kindern entscheiden.

Auch Menschen mit Behinderungen haben ein Recht auf selbstbestimmte Elternschaft, daher darf keine weiteren Zwangssterilisationen geben! Die derzeitige Regelung zur Kostenübernahme von künstlicher Befruchtung ist diskriminierend. Das wollen wir ändern. Und fordern Kostenübernahme und Unterstützung für alle!

Solange Kinder bekommen und mit Kindern leben Kostenfaktoren sind, die für manche Menschen unüberwindbar sind, ist die Freiheit zu einer selbst bestimmten Familienplanung nicht gegeben. In einem reichen Land wie Deutschland darf es nicht sein, dass Menschen sich gegen ein Leben mit Kindern entscheiden, weil sie es sich finanziell nicht leisten können. Besonders für Menschen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus ist ein Leben mit Kindern in Würde und Sicherheit momentan kaum möglich.

Wir fordern: Arbeit, Zeit und Reichtum gerecht verteilen. 
Her mit dem ganzen Leben!