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Helfen rund um die Uhr

Im Wortlaut von Jens Petermann,

Wie in jedem Jahr sind die Mitglieder der Fraktion DIE LINKE während der so genannten Parlamentarischen Sommerpause viel in ihren Wahlkreisen unterwegs. Vor Ort nehmen sie sich der Sorgen und Nöte der Bürgerinnen und Bürger an, besuchen Betriebe und Vereine, engagieren sich für lokale und regionale Anliegen. Auf linksfraktion.de schreiben die Parlamentarierinnen und Parlamentarier über ihren Sommer im Wahlkreis.

Silvio Volkmann (Mitte), THW-Ortsbeauftragter in Suhl, erläutert den Abgeordneten Jens Petermann (2.v.l.), Ralph Lenkert (2.v.r.) und Frank Tempel (re.) die Arbeit des Hilfswerks.

 

Von Jens Petermann

 

Im vergangenen Jahr folgte ich einer Einladung des Technischen Hilfswerkes (THW) und besuchte die Veranstaltung "MdB trifft THW - Helfen rund um die Uhr" vor dem Reichstagsgebäude in Berlin. Dort lernte ich den Ortsbeauftragten des THW für Suhl und Südthüringen, Silvio Volkmann, kennen. Wir kamen ins Gespräch und diskutierten über die spezielle Situation in meinem Wahlkreis. Ich versprach, den Suhler THW-Stützpunkt zu besuchen.

Im Zusammenhang mit der diesjährigen Sommertour der Landesgruppe Hessen-Thüringen konnte ich das Versprechen in Begleitung meiner Thüringer MdB-Kollegen Frank Tempel und Ralph Lenkert endlich einlösen. Die Tour stand vor allem im Zeichen der inneren Sicherheit und Gefahrenabwehr.

Welche Rolle spielt dabei der Katastrophenschutz und welche Aufgaben hat speziell das THW als Bundesanstalt? Wo sind die Schnittstellen zwischen lokalen Katastrophen-Schutz-Strukturen und den Bundesstrukturen des Technischen Hilfswerkes? Wo sind Ansatzpunkte für die zivil-militärische Zusammenarbeit im Katastrophenfall?

Solche und ähnliche Fragen standen auf der Agenda des Gesprächs. Bereits beim Rundgang durch das Objekt hatte sich eine lebendige Diskussion entwickelt. Neben den Erläuterungen zum Standort erhielten wir detaillierte Auskünfte zum Fahrzeug- und Technikbestand des Ortsvereines. Der ortsansässige Helferverein engagiert sich besonders in der Jugend- und Nachwuchsarbeit. Gemeinsinn steht im Vordergrund der Vereinsarbeit. So wurde zum Beispiel ein Kanu-Anhänger für die Junghelfer gebaut, der für den Transport der Boote zu den verschiedenen Wassersportmöglichkeiten eingesetzt wird. Sportliche Freizeitgestaltung und Training für spätere Einsätze gehen somit Hand in Hand.

Die Frage der Nachwuchsgewinnung spielte, wie übrigens auch immer wieder in Gesprächen mit anderen gesellschaftlichen Kräften, im weiteren Gespräch eine zentrale Rolle. Vor nicht allzu langer Zeit noch wurden ehemalige Soldaten der Bundeswehr aufgenommen. Daneben leisteten junge Männer ihren Wehrersatzdienst beim THW. Diese Möglichkeit ist entfallen. Nachteile ergeben sich dadurch bei der Qualifikation von Kraftfahrern, da der Erwerb der notwendigen Führerscheine für schwere Technik in der Regel privat finanziert werden muss.

Sehr interessant war der Bericht der Kameraden über ihre Erfahrungen bei nationalen und internationalen Katastropheneinsätzen. Voller Respekt warf ich mit meinen Kollegen Frank Tempel und Ralph Lenkert einen Blick auf die Weltkarte mit den Fähnchen, die die Einsatzorte des Suhler THW-Ortsverbandes kennzeichnen. Asien, Afrika, Europa, Haiti, Frankreich, Polen und natürlich auch die großen Hochwassereinsätze in Sachsen waren markiert.

Zu danken ist den Kameraden nicht nur für das sehr informative Gespräch, sondern auch für die aktive ehrenamtliche Arbeit, die sie zum Wohle der Allgemeinheit leisten. Die langjährige Arbeit der Kameraden des THW, wie z.B. Silvio Volkmann, der mittlerweile mehr als 20 Jahre als Ortsbeauftragter tätig ist und an zahllosen Einsätzen im In- und Ausland beteiligt war, ist nicht hoch genug zu würdigen.

 

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