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Hase und Igel, heute: Steinbrück, SPD und Chancengleichheit

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Gestern Abend sprach Peer Steinbrück im Saarland in seiner Wahlkampfveranstaltung "Klartext" zu einer der schönsten Sammeltassen der SPD, der Bildungspolitik: Kritik am Kooperationsverbot, an den unterschiedlichen Schulsystemen der Länder, der mangelnden Vergleichbarkeit. Das müsse man reformieren – aber ohne in die verfassungsmäßigen Rechte der Länder einzugreifen. Wasch mich, aber mach mich nicht nass? Geschenkt. Heute im Bundestag ging's weiter: Die SPD hat heute – quasi kurz vor Schluss – im Bundestag noch schnell einen Antrag zur Bildungspolitik eingebracht. Emotional bewegt und sehr engagiert sprach ihr bildungspolitischer Sprecher Ernst Dieter Rossmann von der Chancengleichheit, die Kinder verdient haben, und dass Bildungserfolge der Kinder nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig sein dürfen. Das finden wir auch. Und eben deshalb wundern wir uns, weshalb die SPD sich nicht aufrafft, diese Chancengleichheit konsequent umzusetzen. Das hieße, sich endlich vom gegliederten Schulsystem zu verabschieden, denn das sorgt – ob als Ganztagsschule oder nicht – für soziale Ausgrenzung. Einzig in Berlin hat die SPD Mumm gehabt und mit der LINKEN unser Modell der Gemeinschaftsschule eingeführt. Wir zeigen hier, was nur mit diesem Schulmodell möglich ist: Gemeinsames Lernen, individuelle Förderung und Inklusion statt Ausgrenzung bieten bessere Bildungschancen für alle und größere Bildungserfolge für jeden Einzelnen. Peer Steinbrück und seine SPD – wenn sie wirklich was bewegen wollen, müssen sie sich mal was trauen.

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