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Freiwillige Helfer in der Prenzlauer Kleiderstube

Im Wortlaut von Sabine Stüber,

Wie in jedem Jahr sind die Mitglieder der Fraktion DIE LINKE während der so genannten Parlamentarischen Sommerpause viel in ihren Wahlkreisen unterwegs. Vor Ort nehmen sie sich der Sorgen und Nöte der Bürgerinnen und Bürger an, besuchen Betriebe und Vereine, engagieren sich für lokale und regionale Anliegen. Auf linksfraktion.de schreiben die Parlamentarierinnen und Parlamentarier über ihren Sommer im Wahlkreis.


Sabine Stüber beim Besuch der DRK-Kleiderstube in Prenzlau

 

Von Sabine Stüber

 

"Am 3. Juli hatte ich einen Gesprächstermin beim Kreisverband des DRK Uckermark West und Oberbarnim e.V. Das DRK leistet umfangreiche Arbeiten in der häuslichen und stationären Pflege, beim Betreuten Wohnen von Seniorinnen und Senioren und behinderten, jungen Erwachsenen, im Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Ein sehr großer Teil der Aufgaben wird über ehrenamtliche Helferinnen und Helfer realisiert. Dass der Staat das Ehrenamt missbraucht, zeigt sich unter anderem darin, dass immer mehr Betreuer von Kranken auf niedrigschwelligem Lohnniveau beschäftigt werden. Die Fachkräfte werden immer knapper und auch die Schultern, die die Arbeit buckeln müssen.

Eine Ausnutzung des Ehrenamts findet auch bei der turnusmäßigen Durchführung des TÜV an den Fahrzeugen statt. Denn es sind Ehrenamtliche, die in ihrer Freizeit den weiten Weg bis Borkheide fahren, um die Überprüfung der Fahrzeuge in der landeseigenen Werkstatt durchführen zu lassen. Ein kurzer Weg zu eine regionalen Werkstatt würde einige Stunden sparen. Unter solchen Bedingungen neue ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zu finden, erscheint mir sehr schwer. Im Bereich der Kleiderkammer lernte ich einige der Frauen kennen, die in ihrer Freizeit kommen, um mit ihrem Zutun das gute Niveau der Einrichtung zu halten.

Im Bereich des Katastrophenschutzes sind die Kosten der Unterstellung der Fahrzeuge ein großes Problem. Vielleicht lassen sich hier die Erfahrungen des Barnim übernehmen. Dessen Fahrzeuge stehen in zentralen Hallen. Denn die Bedingungen für die Fahrzeuge sind die selben. Die Technik muss sofort einsetzbar sein, also im Winter frostfrei stehen.

In einem Punkt sprachen mir die Verantwortlichen der DRK sehr aus dem Herzen. Das vorgesehene Geld für die Einzelbetreuung von Kindern sollte eher für den weiteren Aufbau von geeigneten Kinderbetreuungseinrichtungen ausgegeben werden. Voller Stolz  berichteten sie über den reibungslosen Ablauf und ihr umfangreiches Lernangebot in ihren Integrationskindergarten. Davon sollte mehr geschaffen werden."

 

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