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Fachgespräch „Fracking – Gefährliche Bohrungen nach unkonventionellem Erdgas“

Nachricht von Johanna Regina Voß,

Johanna Voß, Bernd Brouns, Jörn Krüger, Dirk Teßmer
 

Brennende Wasserhähne, vergiftetes Trinkwasser, Erdbeben - dies sind nur einige der bekannt gewordenen Folgen vom sogenannten Fracking, einer Methode zur Erschließung von unkonventionellen Erdgasvorkommen. Was in den USA bereits seit einigen Jahren Realität ist, könnte nun auch in Deutschland passieren. Große Energiekonzerne wie Exxon Mobile oder Wintershall haben die Claims bereits abgesteckt, nun soll es erste Probebohrungen geben. Beim Fracking wird ein Giftgemisch in den Untergrund gepresst. Die Menschen vor Ort befürchten, dass ihr Trinkwasser verseucht wird und organisieren sich in Bürgerinitiativen.

DIE LINKE. im Bundestag klärte in einem öffentlichen Fachgespräch über die Vorhaben der Konzerne und die möglichen Folgen von Fracking auf und diskutierte Handlungsmöglichkeiten. In einem ersten Block stand die Wissensvermittlung im Vordergrund: Jörn Krüger von der Plattform der Bürgerinitativen „Interessengemeinschaften gegen Umweltschäden durch Fracking“ erläuterte die Funktionsweise des Frackings, die zahlreichen Unfälle in den USA in Folge von Fracking und die geplanten Vorhaben in Deutschland. Christa Hecht, Geschäftsführerin der Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft, beleuchtete die Gefahren für das Trinkwasser.

Im zweiten Teil des Fachgesprächs standen politische Prozesse und Handlungsmöglichkeiten im Vordergrund. Jörn Krüger, Betroffener und Aktivist, stellte die Arbeit und die bisherigen Erfolge der Bürgerinitiativen vor Ort vor.  Dirk Teßmer, Rechtsanwalt in der Kanzlei Philipp-Gerlach-Teßmer, erläuterte den Rechtsrahmen und nahm dabei insbesondere das Berg- und das Wasserrecht in den Blick.

Die Veranstaltung war mit rund 50 TeilnehmerInnen aus Verbänden, Politik, Journalismus und Wissenschaft gut besucht. 

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