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Ein Klima der Gerechtigkeit

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Die Klimakrise bedroht uns alle. Aber arme Menschen mehr als reiche und Menschen im globalen Süden stärker als im Norden. Die Klimaerhitzung macht bestehende Ungerechtigkeiten noch größer: Vor allem Menschen im globalen Süden kämpfen mit Überschwemmungen und Dürren. Aber Klima-Ungerechtigkeit hat viele Gesichter. In Deutschland lebt ein Vielverdiener mit SUV, Riesenloft und eigenem Pool vielfach klimaschädlicher als eine Familie, die auf Hartz IV-Leistungen angewiesen ist. 

Wirtschaften für das Gemeinwohl

Für die Fraktion DIE LINKE ist die Aufgabe darum klar: Klima und Mensch müssen gerettet werden, nicht der Kapitalismus und die Bankkonten der Reichen. Unsere Produktionsweisen müssen nicht nur öko-grün werden, sondern auch rot-demokratisch, weg von der brutalen Profitmaximierung, hin zu einem Wirtschaften für das Gemeinwohl. Millionen Menschen streiten für einen Ausstieg, nicht nur aus der Kohleindustrie, der Öl- und Gasflut und dem globalen Klima-Wahnsinn. 

Klimagerechtigkeit, das Bündnis aus sozialer Gerechtigkeit und Ökologie

Die Klimakrise bringt die Verhältnisse ins Rutschen, es wird wieder nachgedacht über eine Gesellschaft jenseits von Kapitalismus: „System change, not climate change“. Die Kapitalismusschmelze hat begonnen. Und die Fraktion DIE LINKE arbeitet an Antworten. Nach Erdrutschen wird wieder aufgebaut. Meistens sieht das neue Haus dann nicht aus wie das alte. Wir müssen jetzt große und schnelle Schritte in Richtung eines gesellschaftlichen Erneuerungsprojekts gehen. Der Kern dieses Projekts ist Klimagerechtigkeit, das Bündnis aus sozialer Gerechtigkeit und Ökologie.

Energie in Bürgerhand

Wir überlassen die Energiewende nicht RWE & Co., wir wollen Kraftwerke, Windräder und Netze in Bürgerhand. Der Kohleausstieg ist schneller erreichbar und Kohlekumpels erhalten eine Garantie auf Beschäftigung und gleichem Einkommen in einer Zukunftsbranche. Die meisten Menschen haben längst keine Lust mehr auf zu wenig Lohn, zu schlechte Arbeit und zu viel Umweltzerstörung – und das auch noch auf Kosten der Menschen im globalen Süden. Wertvolle Jobs in der Windindustrie müssen gerettet werden!

Immer mehr Menschen wollen mitreden und das Klima nicht dem Regierungsversagen überlassen. Die Mehrheit ist auch nicht mehr bereit, für den Schlamassel, den sie selbst nicht zu verantworten haben, zur Kasse gebeten zu werden, während die Reichen reicher werden, weiter auf Kosten des Klimas leben und den Armen vorwerfen, sie seien nicht öko. Deshalb sollten Konzerne und Großverdiener zur Kasse gebeten, die Jahrzehnte lang Profite eingefahren haben.

Ökologisches Handeln darf kein Luxusgut sein

Öko soll kein Luxusgut mehr sein, sondern für alle verfügbar. Die Bahn wird in eine echte Bürgerbahn umgebaut und der öffentliche Nahverkehr, gerade auf dem Land, auch für Alte und Kinder erreichbar. Nulltarif im ÖPNV ist nicht nur ein Traum, sondern tatsächlich machbar. In ökologisch sanierten Häusern zu wohnen, darf nicht mehr eine Frage des Geldbeutels, sondern selbstverständlich sein. Mit Mieterhöhungen aufgrund energetischer Sanierung muss endgültig Schluss sein. Wir brauchen große staatliche Investitionen im öffentlichen klimaneutralen Wohnungssektor. Jedes Haus muss über kurz oder lang durch einen Häuser-TÜV. Den anstehenden Stadtumbau wollen wir nutzen, um lebenswertere, bessere Nachbarschaften entstehen zu lassen.

Das Klima wartet nicht, Eile ist geboten. Wir haben nur noch ein Jahrzehnt, um das Ruder rumzureißen. Trotzdem müssen wir besonnen und beharrlich sein. Die Dringlichkeit der Klimakrise bietet uns Chancen zu einer Veränderung, auch für ein besseres, gerechteres Leben. Die Fraktion DIE LINKE legt einen "Roten Faden für Klimagerechtigkeit" vor. Vieles daran wird weiterentwickelt und konkreter ausgetüftelt. Ein Anfang ist getan.

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