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»Die Leute werden im Job verheizt«

Nachricht von Jutta Krellmann,

Krankmeldungen aufgrund psychischer Belastungen haben sich seit dem Jahr 2000 nahezu verdreifacht. Dies teilte die Bundesregierung Ende Juni in ihrer Antwort auf eine Schriftliche Frage von Jutta Krellmann mit. Die Arbeitsunfähigkeitstage für psychische und Verhaltensstörungen sind von 22,8 Millionen Tagen im Jahr 2000 auf 59,2 Millionen Tage im Jahr 2011 angewachsen. Das ist ein Anstieg um 160 Prozent.

Besonders besorgniserregend ist der drastische Anstieg der Erwerbsminderungsrenten aufgrund psychischer Krankheiten. So hat sich der Zugang zur Erwerbsminderungsrente wegen psychischer Störungen seit 2000 fast verdoppelt auf 42,1 Prozent im Jahr 2012. Dies ist mit Abstand der häufigste Grund für die krankheitsbedingte Frührente.

"Die Leute werden im Job verheizt, was echte Spuren hinterlässt. Steigender Leistungsdruck, Arbeitsverdichtung, ausufernde Arbeitszeiten und unsichere Beschäftigung, all das führt zu zunehmenden psychischen Belastungen. DIE LINKE setzt sich für mehr gute Arbeit ein. Die Beschäftigten brauchen mehr Regeln bei den Arbeitszeiten und sie müssen dabei mehr Mitbestimmung in eigener Sache erhalten", kommentiert Jutta Krellmann.

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