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Schüler:innen mit Masken in einem Klassenzimmer melden sich, im Hintergrund eine Lehrerin mit Maske vor der Tafel © iStock/miljko

Agitation und Drohungen von Coronaleugnern an Schulen sind alarmierend

Nachricht von Nicole Gohlke,

Schulen sowie Schülerinnen und Schüler geraten vermehrt ins Visier der sogenannten Querdenker- und Reichsbürgerszene. Wie die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion schreibt und die DPA berichtet würden Gegner der Corona-Maßnahmen und der Impfkampagne in einzelnen Fällen vor Schulgebäuden demonstrierten und „dabei zuweilen auch das Zwiegespräch mit Schülern suchen“. Zudem berichtet die Regierung von Briefen, E-Mails und Drohschreiben, die Reichsbürger und sogenannte Selbstverwalter an Schulen, Behörden, Lehrerkollegien und Kitas gesendet haben. Nicole Gohlke findet dies alarmierend und fordert von der Bundesregierung ein schnelles Handeln.

 

„Die Agitation und Bedrohung von Coronaleugnern an Schulen ist alarmierend. Morddrohungen gegen Lehrpersonal sind keine Bagatelle, sondern Zeichen der zunehmenden Radikalisierung. Warum man im Bundesinnenministerium immer noch keinen dezidierten Überblick zu diesbezüglichen Straftaten hat, ist mir unerklärlich. Ich erwarte von BKA und Länderpolizeien, dass sie alles dafür tun, damit Beschäftigte und Kinder ohne Angst vor Einschüchterungen in Schulen und Kitas gehen können. Was heute noch Hetze ist, kann morgen in Übergriffen enden. Mittlerweile vergeht keine Woche mehr ohne Gewaltaufrufe aus der Querdenken- und Reichsbürgerszene. Die Welle von rechten Schulprojekten, in denen Kinder ideologisch getrimmt werden, bereitet mir große Sorgen,“ kommentiert Nicole Gohlke die Angaben der Bundesregierung.

 

Nach DPA-Informationen decken sich die Erkenntnisse mit Befunden einer repräsentativen Umfrage der Bildungsgewerkschaft VBE aus dem Mai letzten Jahren. 22 Prozent der Lehrkräfte gaben an sie an der eigenen Schule Beschimpfungen, Bedrohungen oder Beleidigungen im "Zusammenhang mit der Durchsetzung von Infektionsschutzmaßnahmen" erlebt hatten. Ein Viertel der Befragten berichtete von Beschimpfungen und Bedrohungen per Mail oder in Chats.

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