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Schulsozialarbeit

Themenpapiere der Fraktion

Schulsozialarbeit hat in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen und sich als wirksame Kooperation von Jugendhilfe und Schule in der Praxis bewährt. In Zusammenarbeit mit der Schule fördert Schulsozialarbeit die individuelle und soziale Entwicklung von Schülerinnen und Schülern. Sie schafft an der Schule Angebote und Aktivitäten, die es den Schülerinnen und Schülern über das schulische Angebot hinaus ermöglichen, ihre Fähigkeiten zu entfalten, Unterstützung bei der Bewältigung alltäglicher Probleme zu erhalten, zur Selbsthilfe befähigt zu werden und Anerkennung zu erfahren. Auf diese Weise trägt Schulsozialarbeit dazu bei, Benachteiligungen von Kindern und Jugendlichen abzubauen und nachhaltig dem Risiko des Scheiterns in der Schule entgegenzuwirken.

Obwohl ein hoher Bedarf an professioneller schulbezogener Sozialarbeit besteht, wird in Deutschland nur an wenigen Schulen Schulsozialarbeit angeboten. Auch die Finanzierung von zusätzlichen Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepaktes über die Kosten der Unterkunft durch den Bund führt nicht annähernd zu einer ausfinanzierten, flächendeckenden Schulsozialarbeit. Hierbei stellt der Bund im Rahmen des Bildungspaketes Mittel für rund 3000 Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter für die Jahre 2011, 2012 und 2013 zusätzlich zu Verfügung, was einem geringen Versorgungsgrad von rund 7,5 Prozent aller Schulen entspricht und darüber hinaus zeitlich befristet ist. Damit die Schulsozialarbeit umfassende Angebote der Bildung, Erziehung und Betreuung für alle Schülerinnen und Schüler machen kann, im Sozialraum agieren, Lehrkräfte und Eltern unterstützen und beraten sowie sich an den Prozessen der Schulentwicklung beteiligen kann, bedarf es einer dauerhaften, verlässlichen Ausfinanzierung durch Bund, Länder und Kommunen.

Daher fordert DIE LINKE Schulsozialarbeit im Jugendhilferecht des SGB VIII als Regelleistung zu verankern. Darüber hinaus soll ein Bundesprogramm mit Beteiligung der Länder zur Finanzierung flächendeckender Angebote schulbezogener Jugendarbeit aufgesetzt werden. An allen Schulen sollen einheitliche Qualitäts- und Ausstattungsstandards der Angebote der Schulsozialarbeit etabliert werden. Beschäftigte in diesem Bereich sollen tariflich abgesicherte und unbefristete Arbeitsverträge erhalten. So kann „Schulsozialarbeit an allen Schulen“ sichergestellt werden und den Schülerinnen und Schülern zugute kommen.

 

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