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(Ost-)Deutsche Spannungsverhältnisse

Ostdeutschland-Konferenz, 30. März 2017, 15:30 - 22:00

In Ostdeutschland leben weniger Menschen als in Nordrhein-Westfalen – aber der Ost-West-Unterschied sorgt für weitaus mehr gesellschaftliche Spannungen. Trotzdem meinen viele Menschen, eine ostdeutsche Herkunft spiele keine Rolle mehr – besonders für junge Leute. Der Vereinigungsprozess gilt als weitgehend abgeschlossen. Doch welchen politischen Einfluss kann Ostdeutschland dann im Interesse der Angleichung der Lebensverhältnisse heute noch geltend machen? Was bedeutet es in Zukunft, im Osten sozialisiert zu sein? Wie wirkt sich der stockende Angleichungsprozess auf die Mentalität und den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Lande aus?

Der Osten tickt anders – von der Zahl der unehelich geborenen Kinder über die Höhe der Privatvermögen bis hin zur Zahl der Frauen in Führungspositionen. Die meisten statistischen Daten zeigen unverändert großflächige Ost-West-Unterschiede.

Allen Vereinigungsbeschwörungen zum Trotz gibt es auch 27 Jahre nach dem Mauerfall noch erhebliche Mentalitätsunterschiede zwischen Ost und West. Die ostdeutsche Seele pendelt zwischen selbstbewusst und gekränkt. Das innerdeutsche Verhältnis ist oft von Marginalisierung, Desinteresse oder Wut und Frust geprägt. Wie können wir diese Spannungen auflösen? Was lässt sich von anderen spannungsgeladenen Beziehungen wie zum Beispiel den Geschlechterverhältnissen lernen? Welche Zukunft haben Ost und West? Wie ist ein sozialer Aufbruch für den Osten möglich? Was kann der Westen vom Osten lernen?

Diskutieren Sie mit uns!

Programm

15.30 – 15.45 Uhr Eröffnung und Begrüßung

      Dr. Dietmar Bartsch, MdB, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE. im Bundestag

15.45 – 16.45 Uhr Zwischen Selbstbewusstsein und gekränkter Seele: Diskussion zum mentalen Ost-West-Verhältnis

Fishbowl mit
      Iris Gleicke, MdB, Parlamentarische Staatssekretärin, Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer;
      Dr. Klaus Lederer, Berliner Senator für Kultur und Europa

Pause

17.00 – 18.00 Uhr Ostdeutschland in Spannung: Zwischen Metropolen und ländlichen Räumen

Fishbowl mit
       Sabine Rennefanz, Autorin von »Eisenkinder«;
       Nadine Lantzsch, feministische Bloggerin und Autorin von »Mädchenmannschaft und Missy-Magazine«

Pause

18.15 – 19.00 Uhr Kulturpodium mit der Rapperin Pyranja

19.00 – 22.00 Uhr Party mit Buffet und Musik von Pyranja

Moderation Susanna Karawanskij, MdB, Ost-Koordinatorin

Anwesende MdB:

Susanna Karawanskij, Roland Claus

Anmeldung

Ort und Zeit

CK Ballhaus Berlin, Chausseestraße 102, 10115 Berlin 30. März 2017, 15:30 - 22:00