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erschienen in Querblick, Ausgabe 19,

Literatur

Sabine Gruber, Frigga Haug, Stephan Krull (Hrsg): »Arbeiten wie noch nie!? Unterwegs zur kollektiven Hand-lungsfähigkeit«, Argument-Verlag, 192 Seiten, 16,90 Euro.

Die Organisation der Arbeit ist aus den Fugen geraten. Wir müssen weg von der Spaltung in entfremdete Industrie­arbeit, nicht anerkannte unbezahlte »weib­liche« Reproduktionsarbeit und erzwungene Erwerbslosigkeit. Dafür gibt es kein Patentrezept, aber ein paar schlüssige Überlegungen. Der Reader lädt ein zu einer offenen Entdeckungsreise auf der Suche nach kollektiven Handlungsmöglichkeiten und liefert eine Diskussions- und Entscheidungsgrundlage für die Richtungsfindung beim dringend notwendigen Umbau.


Robert Cohen: »Exil der frechen Frauen«, Rotbuch, 624 Seiten, 24,90 Euro.

Sie sind klug, mutig und frech, die drei jungen Frauen im Berlin des Jahres1928. Olga Benario und die angehenden Schriftstellerinnen Maria Osten und Ruth Rewald sind aktive Kommunistinnen. Und keine fünfzehn Jahre später sind sie tot, vergast in Bernburg und Auschwitz, erschossen von Stalins Geheimdienst. Dazwischen liegen Jahre des Exils, in denen jede der Frauen für sich selbst die grundsätzlichen Fragen des Lebens beantworten muss: nach dem Verhältnis von Alltag und antifaschistischem Kampf, von Parteidisziplin und eigener politischer Meinung, nach Liebe und Selbstbehauptung und immer wieder nach dem Verhältnis von Frauen und Männern in einer dunklen Zeit.  

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