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»Störfall« vor Atomwaffenfabrik

erschienen in Querblick, Ausgabe 14,

Friedensaktivistinnen behinderten Produktion in britischer Atomwaffenfabrik

40 Frauen blockierten am 15. Februar erfolgreich eines der Haupttore der Atomwaffenfabrik bei Aldermaston in Großbritannien. Zu ihnen gehörten auch die Friedensnobelpreisträgerinnen Jody Williams und Mairead Maguire sowie die feministische Wissenschaftlerin Cynthia Cockburn.

Zwischen sieben und zehn Uhr morgens hinderten sie Angestellte und Polizeibeamte daran, mit ihren Wagen das Tor zu passieren. Die anderen sechs Tore des Werkes wurden von Friedensaktivistinnen und -aktivisten blockiert, die aus ganz Großbritannien und einigen NATO-Ländern angereist waren. Großbritanniens Atombomben sind Teil des NATO-Waffenarsenals. Sie wollten mit ihrer gewaltfreien Aktion gegen Regierungspläne protestieren, die beabsichtigen, U-Boote, Raketen und Sprengköpfe des »Trident«-Atomraketensystems zu erneuern und zu modernisieren. Die britische Regierung plant, dafür in den nächsten drei Jahren jährlich eine Milliarde Pfund auszugeben.

Die Blockade des »Frauentors« wurde von zahlreichen Frauenfriedensgruppen organisiert. Unter ihnen das Frauenfriedenscamp in Aldermaston, Frauen in Schwarz, die Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit, Frauen gegen die NATO und das Londoner Feministische Netzwerk.

Jutta Kühl