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"Sozial und ökologisch"

Von Sabine Leidig, erschienen in Clara, Ausgabe 43,

Was verstehen Sie unter sozial-ökologischem Umbau?

Sabine Leidig: Der Kapitalismus zerstört Leben, nicht nur durch die Ausbeutung von Arbeit, auch die Folgen von Umweltzerstörung treffen Menschen ungleich. Wir wollen für soziale Gerechtigkeit kämpfen. Wälzen wir die ökologischen Kosten auf den globalen Süden ab, ist das zu kurz gedacht. Deshalb schließt Kampf für Gerechtigkeit immer auch den für Nachhaltigkeit ein.

Sollten wir unser Konsumverhalten ändern?

Auch wenn Diskussionen über die Art und Weise des Konsums wichtig sind, bewirken wir allein dadurch wenig. Wir dürfen den Konzernen nicht gestatten, die Verantwortung auf uns zu schieben.

Wie können Sie als Abgeordnete Nachhaltigkeit fördern?

In dieser Position habe ich mehr Ressourcen als eine „einfache“ Aktivistin: Ich kann Experten beschäftigen, die für mich recherchieren und mir zuarbeiten. In meine Anträge fließen aber auch Positionen ein, die außerparlamentarische Organisationen an mich herantragen. Und diese wiederum kann ich gezielt mit Informationen zu ihren Arbeitsfeldern versorgen – so entsteht ein Netzwerk.

Kommt der ökologische Wandel nicht noch zu kurz in der Fraktion DIE LINKE?

Das ändert sich gerade, das Bewusstsein für diese Themen wächst. Trotzdem muss hier mehr getan werden. 

Sabine Leidig ist verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE

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