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Nachhaltige Auswirkungen eines Girls'Days

erschienen in Querblick, Ausgabe 14,

Wahrscheinlich wird aus der 16-jährigen Ona Lurz später eine Diplomatin. Der Berufswunsch steht fest. Es hätte aber auch auf Feuerwehrfrau, IT-Spezialistin, Chefin eines Tiefbauamtes hinauslaufen können. In jedem dieser Bereiche hat Ona Lurz schon einmal einen Girls’ Day absolviert. Eine großartige Einrichtung sei das, sagt sie. Im vorigen Jahr verbrachte die junge Frau aus Bad Salzuflen den Girls’ Day im Deutschen Bundestag bei der Linksfraktion. Sie blieb der Abgeordneten Barbara Höll einen Tag lang auf den Fersen und fand es »total interessant, die Abläufe kennen zu lernen, die Häuser des Bundestages, die Art, wie hier Menschen miteinander umgehen«. Die Folge davon war, dass Ona Lurz sich kurze Zeit später bei der Linksfraktion für ein Praktikum bewarb. Im Februar 2010 dann arbeitete sie zwei Wochen in der Fraktion, im Bereich Gleichstellung. Sie hat sich angeschaut, wie Arbeitskreise und Ausschüsse arbeiten, wie eine Fraktionssitzung abläuft, wie Büroalltag aussieht. Sie hat gelernt und gearbeitet, und wohl hat sie sich bei allem auch gefühlt.

Der Girls’ Day – oft auch »Mädchen-Zukunftstag« genannt – findet am vierten Donnerstag im April statt, in diesem Jahr ist das der 22. April. Die Mädchen und jungen Frauen lernen etwas über Ausbildungsberufe und Studiengänge in Technik, IT, Handwerk, Naturwissenschaften. Vor allem aber lernen sie Frauen in Führungspositionen und politischer Verantwortung kennen. Nachahmung ist ausdrücklich empfohlen, und Nachwuchs soll so gefördert werden.
In diesem Jahr kommen zum Girls’ Day zehn Mädchen in die Linksfraktion. Da sitzt Ona Lurz aber schon wieder in ihrer elften Klasse in Herford und baut an ihrer Zukunft als Diplomatin.

Ona Lurz

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