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Moralische Instanz für soziale Gerechtigkeit

erschienen in Querblick, Ausgabe 15,

Die promovierte Sozialwissenschaftlerin Luc Jochimsen kandidiert für DIE LINKE für das Amt der Bundespräsidentin. Ihre Motivation: »Ich will mich nicht damit zufrieden geben, dass die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer wird. Eine Gesellschaft, in der immer mehr Leute verarmen und einige wenige immer reicher werden – das will ich nicht und davon möchte ich Tag und Nacht reden.«

»Luc Jochimsen wäre als Präsidentin eine moralische Instanz für soziale Gerechtigkeit«, sagte der stellver-tretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Klaus Ernst. Gesine Lötzsch, ebenfalls Fraktionsvize, betonte: »Sie ist die Kandidatin, die zu den sozialen Fragen unserer Zeit mehr zu sagen hat, als die beiden anderen Kandidaten zusammen.« Das unterscheide

sie von den anderen Bewerbern, betont die Kandidatin: »Joachim Gauck sagt, das kostbarste Gut sei die Freiheit – der fürsorgliche Staat stehe dieser entgegen. Ich hingegen meine: Freiheit gibt es nur im Einklang mit sozialer Sicherheit und Gerechtigkeit. Eine Freiheit, die dem Starken alles ermöglicht und den Schwachen ausliefert, garantiert keine Menschenwürde – was uns die CDU/CSU-FDP-Regierung gerade mit ihrem Spar-paket plastisch vor Augen führt.«

Bevor Luc Jochimsen 2005 für DIE LINKE in den Bundestag einzog und dort kulturpolitische Sprecherin wurde, war sie als Journalistin und Publizistin tätig. Von 1994 bis 2001 arbeitete sie als Chefredakteurin des Hessischen Rundfunks. Für ihre Arbeiten erhielt sie den Adolf-Grimme-Preis und den Hessischen Verdienstorden. Zudem hatte sie die Theodor-Herzl-Dozentur am Institut für Medienwissenschaft und Journalismus der Universität Wien inne.

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