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Grußwort

Von Gregor Gysi, erschienen in Querblick, Ausgabe 19,

Der Internationale Frauentag ist weiterhin notwendig.

Vor nunmehr100 Jahren rief die Zweite Internationale Frauenkonferenz den 8. März als internationalen Frauentag aus. Der erste Internationale Frauentag markierte eine Zäsur im Kampf der Frauen für soziale, demokratische und kulturelle Teilhabe und im Kampf gegen die patriarchalischen Verhältnisse. Seit dieser Zeit haben die Frauen durch ihren Kampf bei uns etliche Verbesserungen erreichen und gegen hartnäckige Widerstände durch­setzen können. Sowohl die aktuellen Diskussionen über Frauenquoten in den Führungsetagen der Konzerne und Unternehmen als auch die nach wie vor bestehende Diskriminierung in der Entlohnung zeigen, dass noch immer sehr viel zu tun bleibt.

Nach wie vor herrscht eine geschlechterspezifische Arbeitsteilung vor, vornehmlich den Frauen obliegt die Kindererziehung. Ebenso gibt es die klassischen Frauen- und Männerberufe, wobei die Frauenberufe deutlich schlechter bezahlt werden. Daher ist es weiterhin wichtig, dass es den Internationalen Frauentag gibt, denn das Ziel einer wirklich gleichberechtigten Teilhabe der Frauen am sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben in patriarchal strukturierten Gesellschaften ist immer noch nicht verwirklicht. Der 8.März ist notwendig, solange die Ursachen und Gründe für seine Ausrufung nicht vollständig beseitigt sind.

 

 

Gregor Gysi ist Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE.

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