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Für 250.000 neue Sozialwohnungen – jährlich!

Von Caren Lay, erschienen in Klar, Ausgabe 41,

Der Niedergang des Sozialen Wohnungsbaus ist dramatisch. Von 3 Millionen Sozialwohnungen im Jahr 1990 sind noch 1,3 Millionen geblieben. Und jedes Jahr fallen mindestens 45.000 weitere Wohnungen aus der Preisbindung. Viele Menschen werden aus ihren Wohnungen fliegen. Für andere wird es immer schwieriger, eine bezahlbare Wohnung zu finden.

Rund 40 Prozent der Bevölkerung haben Anspruch auf eine Sozialwohnung. Das bestätigt auch die Bundesbauministerin. Wir brauchen also deutlich mehr Sozialwohnungen und nicht weniger! Wenn es immer weniger günstige Sozialwohnungen gibt, steigen übrigens die Mieten auch für alle anderen Wohnungen, weil das Angebot knapp wird.

DIE LINKE fordert einen Neustart hin zu einem sozialen, gemeinnützigen Wohnungsbau. Pro Jahr müssen mindestens 250.000 neue Sozialwohnungen entstehen. Und wir wollen, dass der Bund auch nach 2019 in der Pflicht bleibt und sich nicht aus der Finanzierung des sozialen Wohnungsbaus zurückzieht.

Außerdem darf die Sozialbindung nicht mehr wie bisher nach 15 Jahren auslaufen. Eine mit öffentlichen Mitteln geförderte Wohnung muss dauerhaft Sozialwohnung bleiben. In Zukunft muss gelten: einmal Sozialwohnung, immer Sozialwohnung!

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