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Es darf kein Zurück hinter Peking geben

erschienen in Lotta, Ausgabe 9,

Statement des Deutschen Frauenrats.

Die Erklärung und Aktionsplattform von Peking war ein Meilenstein für Frauenrechte und Gleichstellung in der UN-Geschichte. Wenn nun auf der 59. Sitzung der UN-Frauenrechtskommission Bilanz gezogen wird, was von den vor 20 Jahren formulierten strategischen Zielen erreicht wurde – und was nicht –, sind auch wir mit dabei. Bereits im Oktober hat der Deutsche Frauenrat ein Statement zu Peking+20 bei der UN eingereicht. Wir kritisieren darin vor allem, dass vielen Frauen hierzulande die eigenständige Existenzsicherung im Lebensverlauf nach wie vor nicht gelingt – wegen der fortwährend ungleichen Verteilung von Berufs- und Familienarbeit zwischen Frauen und Männern sowie der geschlechtsspezifischen Segregation auf dem Arbeitsmarkt. In New York wird sich das „Wunder von Peking“ nicht wiederholen. Vielmehr müssen wir gemeinsam verhindern, dass „unheilige Allianzen“ gegen Frauenrechte Breschen in das Vertragswerk von 1995 schlagen. Es darf kein Zurück hinter die Pekinger Aktionsplattform geben.
Hannelore Buls ist Vorsitzende des Deutschen Frauenrats
 

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