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Eine gute Rente für alle

erschienen in Klar, Ausgabe 19,

DIE LINKE präsentiert mit der Erwerbstätigenversicherung eine solidarische Alternative

DIE LINKE will die gesetzliche Rentenversicherung zu einer solidarischen Erwerbstätigenversicherung ausbauen. Das ist sozial, solidarisch und gerecht, argumentiert sie. Doch wie funktioniert diese Versicherung? Wer profitiert von ihr, und wer zahlt mehr als heute? Klar beantwortet alle wichtigen Fragen zu diesem Thema.


Was unterscheidet die Erwerbstätigenversicherung vom heutigen Rentenmodell?

Das solidarische Prinzip. DIE LINKE will, dass alle Menschen, die in irgendeiner Art und Weise erwerbstätig sind, einbezogen werden und Rentenbeiträge entrichten. Zukünftig sollen auch Selbstständige, Freiberuflerinnen, Abgeordnete und Beamte einzahlen. Bisher ist das nicht der Fall. Das sorgt für höhere Beitragseinnahmen.

Kann so verhindert werden, dass das Renteneintrittsalter steigt?

Ja, denn entscheidend ist das Verhältnis von Menschen, die Beiträge in die Rentenkasse entrichten, zu Menschen, die Rente beziehen. Die solidarische Erwerbstätigenversicherung sorgt dafür, dass mehr Personen in die Rentenkasse einzahlen. Mehr Menschen können eine gute Rente erhalten, ohne dass das Renteneintrittsalter steigen muss.

Erhalten Beamtinnen und Beamte zukünftig auch Rente statt ihrer Pension?

Für bisher erworbene Pensionsansprüche gilt Bestandsschutz. Zukünftig erhalten Beamtinnen und Beamte auch Rente.

Müssen die Menschen trotzdem zusätzlich privat für das Alter vorsorgen?

Die Erwerbstätigenversicherung ermöglicht es allen Menschen, im Alter mit der gesetzlichen Rente ein würdevolles Leben zu führen. Wer es sich leisten will, kann sich zusätzlich für eine private Altersvorsorge entscheiden. Staatliche Subventionen an die private Versicherungsindustrie, zum Beispiel die Förderung der  Riester- und Rürup-Rente, werden jedoch mit der Einführung der solidarischen Erwerbstätigenversicherung eingestellt.

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