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Eine andere Welt ist möglich

Von Kirsten Tackmann, erschienen in Lotta, Ausgabe 5,

Wenn alle mitentscheiden können, entstehen Alternativen. PLAN B – das Politik-Projekt der Fraktion DIE LINKE ist eins zum Mitmachen.

Es ist längst eine Binsenweisheit, dass eine andere Welt möglich, ja nötig ist. Das Hochwasser im Juni 2013 an vielen Flüssen hätte es als Beweis nicht mehr bedurft. Aber es hat wohl die letzten Steine der Erkenntnis doch noch ins Rollen gebracht. Ein einfaches »Weiter so« ist keine Option. Gleichzeitig fehlt ein überzeugender Plan zum Umsteuern.

Wenn gesellschaftliche Interessen konsequent gesichert werden sollen, geht es um viel mehr als einen grün gewaschenen Kapitalismus oder den elitären Masterplan des sogenannten green new deal. Denn Plan A wird auch in seiner Ökovariante scheitern. Vor allem, weil Natur nicht zu retten ist, wenn sich dabei soziale Spaltungen vertiefen und gesellschaftliche Konflikte eskalieren, weil Demokratie zum Machtinstrument eines Bildungsbürgertums umfunktioniert wird. Gerade deshalb muss der PLAN B nicht nur die Gesellschaft sozial-ökologisch umbauen, sondern diesen Prozess zutiefst demokratisch gestalten. DIE LINKE beschreibt damit ihre Zukunftsvision für das Jahr 2050 für die Leitprojekte Wirtschaft, Mobilität, Energie und Landwirtschaft. Und es werden erste Schritte aufgezeigt, die schon heute gegangen werden können, um den Zug auf die richtigen Schienen zu setzen.

Es reicht eben nicht, dafür zu sorgen, dass sich ökologischeres Produzieren am Markt durchsetzt. Sondern es geht um Teilhabe der Belegschaften an diesem Umbau und darum, dass sie ihre Interessen dabei durchsetzen können. Sie sollen davon profitieren statt allein die Unternehmensspitzen.

Es reicht eben nicht, dafür zu sorgen, dass Strom aus Wind, Sonne, Wasser und Grünpflanzen statt aus Atom und Kohle gewonnen wird. Es geht um die Entmachtung der Stromkonzerne, die durch Millionen von dezentralen Anlagen zur regionalen Erzeugung und Nutzung des Stroms möglich wird. Und wer Landwirtschaft wieder auf eine regionale Versorgungsfunktion orientieren will, muss auch die Frage beantworten: wem soll der Acker gehören? Nämlich denen, die im Dorf nebenan wohnen oder es selbst bewirtschaften. Allein oder gern auch gemeinsam in einer Genossenschaft. So wird Ökonomie, Ökologie, Soziales im Interesse des Gemeinwohls demokratisch verflochten. Und das ist das Einfache, was so schwer zu machen ist.

Kirsten Tackmann ist agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE und Mitglied im Plan-B-Team

Mehr zum Thema unter www.plan-b-mitmachen.de