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Dies & Das

erschienen in Lotta, Ausgabe 6,

Tipps im Telegrammstil

Preisverleihung

Clara-Zetkin-Frauenpreis

Als der Internationale Frauentag im Jahr 2011 den 100. Geburts- tag feierte, wurde die schmale bronzene Frauenfigur zum ersten Mal verliehen: Gemeint ist der Clara-Zetkin-Frauenpreis. Die Namensgeberin Clara Zetkin hatte zusammen mit Käthe Duncker im Jahr 1910 auf der Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen die Einführung eines besonderen Tags, an dem die Frauen ihre Rechte einklagen und für sie kämpfen, initiiert. Den Preis erhielten bislang Florence Hervé, französische Autorin und Journalistin, Esther Bejarano, die letzte Überlebende des Mädchenorchesters von Auschwitz, und die Philosophin Frigga Haug jeweils für ihr Lebenswerk. Ebenfalls ausgezeichnet wurden das Düsseldorfer Projekt „Keine Schwangerschaft ist illegal“, das Projekt Discover Football und die Besetzerinnen der Seniorenbegegnungsstätte Stille Straße in Berlin-Pankow. Die diesjährige und damit vierte Preisverleihung findet am 7. März 2014 während einer Festveranstaltung im Pfefferberg Berlin statt.

 

Filmtipp

Jalda und Anna

Es darf Spaß machen, jüdisch zu sein“, sagt Jalda Rebling heute. Jalda Rebling ist Künstlerin und Jüdin der „ersten Generation“ nach der Schoah. Genauso wie Anna Adam. Beide Frauen leben zusammen seit Beginn der 1990er Jahre in Berlin. Beide sind geprägt durch die Erfahrungen im Nachkriegsdeutschland. Die eine Ost, die andere West. Als sie sich zu Beginn der Vereinigung kennenlernten, waren Jalda und Anna an einem Tiefpunkt in ihrem Leben angelangt. Gemeinsam machte sich das Paar auf einen langen und mühsamen Weg nach einem freudvollen Zugang zu ihrem Jüdischsein.

Die Filmemacher Katinka Zeuner und Ben Laser begleiteten die Künstlerinnen zwei Jahre lang – durch ihren Alltag in Berlin, durch die deutsche Provinz bis nach Israel. Spannend, berührend, sehr persönliche Geschichten aus der deutschen Geschichte. Die DVD ist seit dem 21. Februar 2014 im Handel.

Mehr unter www.jalda-und- anna.de/film

 

Sommerakademie

Let’s Talk About Sex

So die unverklemmt freundliche Einladung zur Frauensommerakademie der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Sie findet vom 12. bis 15. Juni 2014 auf dem Gut Frohberg in Sachsen statt. In Vorträgen, Gesprächen, Seminaren und Workshops geht es um das uralte und heute aber wieder aktuelle Thema sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung der Frauen. Körper und Begehren, Sexualität jenseits von Angst und Scham, der Kampf gegen Paragraf 218, Pornografie, sexuelle Gewalt. Rückblicke und Ausblicke. Dazu Workshops mit Sexexpertinnen und ausgewähltem Material wie Filmausschnitten, Protokollliteratur, Zeitschriftenbeiträgen und theoretischen Aufsätzen aus der Frauenbewegung. Die Frauensommerakademie lädt alle interessierten Frauen in jedem Alter ein.

Mehr unter frauensommer- akademie.wordpress.com/2014-2/

 

Lotta-Lesetipp

Das politisierte Geschlecht

Biografische Wege zum Studentinnenprotest 1968 und zur Neuen Frauenbewegung.

Wie wurde das Geschlecht zum Politikum? Morvarid Dehnavi geht dieser Frage nach. Sie führte eine umfangreiche Studie durch, fragte nach den biografischen Erfahrungen, die die Studentinnen zum Protest bewegten und bei dem sie das Ge- schlecht zu einem politischen Thema mach- ten. Die Autorin erkundete in Interviews die politische Sozialisation der jungen Frauen, die Mitglied des Frankfurter Weiberrats oder des Frankfurter Frauenzentrums wurden. Und sie untersucht die Universität als Ort der Politisierung. Die Interviews sind spannend, auch für Leserinnen, die damals nicht dabei waren. Und für Zeitzeuginnen und Zeit- zeugen lohnt sich dieser Blick allemal.

Das politisierte Geschlecht

Morvarid Dehnavi

Transcript Verlag, Bielefeld 2013, 34,90 Euro

Mehr unter www.transcript- verlag.de/das-politisierte-geschlecht

 

Ein Briefkasten in pink ....

... wurde zum Internationalen Frauentag an der Marschallbrücke in Berlin, nahe dem Bundestag angebracht. In ihm können Frauen ihre Probleme, Forderungen, Sorgen und Nöte loswerden. Die Überparteiliche Fraueninitiative, attac, Bündnis 90/Die Grünen und DIE LINKE der Hauptstadt sammeln und werten die Briefe aus. Anonym wird dann am 8. März 2014 öffentlich, was Frauen der Stadt bewegt. Unter den Teilnehmerinnen der Aktion auch Cornelia Möhring, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE.

 

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