Das Bildungssystem in Deutschland ist krank, befallen vom Virus der sozialen Auslese. Es ist Zeit für eine Radikalkur. Damit alle Kinder und Jugendliche Perspektiven für Bildung und Beruf erhalten - unabhängig vom Geldbeutel der Eltern.
Bei der Einschulung besitzen Kinder unterschiedliche Fähigkeiten: Manche Kinder haben zu Hause bereits Rechnen und Lesen gelernt, andere haben noch nie ein Buch berührt. Einige erhalten nachmittags Klarinetten- und Spanischunterricht, andere nicht einmal eine warme Mahlzeit. Weil das so ist, brauchen wir ein Bildungswesen, das die sozialen Unterschiede der Kinder ausgleicht, statt sie zu verstärken.
Die Lösung: eine Schule für alle. Dort lernen alle Kinder und Jugendlichen mindestens bis zur 9. Klasse gemeinsam. Diese Gemeinschaftsschule ist eine Ganztagsschule, damit genug Zeit für selbstbestimmtes Lernen und neue pädagogische Konzepte bleibt. Und sie ist demokratisch organisiert, weil eine bessere Bildung nur gemeinsam mit Eltern, Lehrenden und Schülerinnen und Schülern erreicht werden kann.
Familien mit geringen Einkommen brauchen extra Geld, damit sie ihren Kindern Schulbücher und Buntstifte kaufen und Monatsticket und Klassenfahrt bezahlen können. Bildung ist keine Ware. Bildung ist ein Menschenrecht. Dafür steht DIE LINKE.
Nele Hirsch ist bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE
Bildung ist ein Menschenrecht
erschienen in Klar,
Ausgabe 8,
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