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Atomkraft? Nein danke!

erschienen in Querblick, Ausgabe 9,

Frauen weiter in Anti-AKW-Bewegung aktiv

Unter dieser Losung engagieren sich seit mehr als 30 Jahren Menschen unterschiedlicher politischer und weltanschaulicher Herkunft in der Anti-Atom-Bewegung. Wie in anderen Politikfeldern auch ist momentan eine Roll-back-Tendenz zu beobachten. Sie setzt alles daran, den wichtigsten Erfolg dieses Kampfes – den planmäßigen Ausstieg aus der Atomenergie – wieder rückgängig zu machen. »Ausstieg aus dem Ausstieg« lautet die Forderung der Atomlobby, in zunehmend aggressiverem Ton vorgetragen. Steigende Ölpreise und ansteigender Energiebedarf werden als Argumente für die angeblich billigere und saubere Atomkraft ins Feld geführt. Dabei ist unterdessen klar, dass weltweit noch kein einziges wirklich sicheres Endlager für atomare Abfälle existiert. Wer die Laufzeit von Atomkraftwerken verlängern oder gar neue bauen will, muss sich der Problematik der Endlager stellen. Alles andere wäre unverantwortlich.

Unmittelbar betroffen von der ungelösten Frage der Endlagerung sind die Menschen rund um Gorleben, denen Anfang November ein weiterer Transport von Castoren aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague ins Haus steht. Mit jedem weiteren Transport wächst in der Region die Befürchtung, dass Gorleben doch noch zum Endlager gemacht wird. Getreu der Maxime: »Dort haben wir schon Millionen investiert, also lassen wir den Müll einfach da, alles andere wird zu teuer.« Die jüngsten Entwicklungen um das Salzbergwerk Asse II, in dem jahrelang gegen Genehmigungen verstoßen und alle Warnungen ignoriert wurden, sind jedenfalls nicht dazu angetan, das Vertrauen der Betroffenen in das Verantwortungsbewusstsein der zuständigen Behörden zu stärken.

Auch die Frauen der LINKEN schließen sich den Forderungen der Atomkraftgegner an, sofort aus der energetischen Nutzung der Atomkraft auszusteigen und die Betreiber von Atomkraftwerken an den Kosten für die Endlagerung zu beteiligen. Wie immer werde ich mich, gemeinsam mit anderen Abgeordneten der Fraktion, an den Protesten gegen die Castortransporte beteiligen. Kommt am 8. November zur Auftaktkundgebung von  »X-tausend-mal quer« nach Dannenberg!

Dorothée Menzner, MdB