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Zerstörung von Kulturstätten ist Kriegsverbrechen

Pressemitteilung von Sigrid Hupach,

„Wir sollten den UNESCO-Welterbetag zum Anlass nehmen, nicht nur für das notwendige Engagement im Bereich des Denkmal- und Naturschutzes in Deutschland zu sensibilisieren, sondern auch für die gegenwärtig stark von der Zerstörung durch den Islamischen Staat bedrohten Welterbestätten im Irak und in Syrien. Diese scheinen weit weg zu liegen, bilden aber eine Grundlage für unser kulturelles Gedächtnis“, so Sigrid Hupach, stellvertretende Vorsitzende und kulturpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des Welterbetags am 7. Juni, der dieses Jahr unter dem Motto „UNESCO-Welterbe verbindet“ steht. Hupach weiter:

„Ich begrüße es sehr, dass die UN-Vollversammlung die Zerstörung von Kulturstätten im Irak und in Syrien als Kriegsverbrechen klassifiziert hat und hoffe, dass es nun auch zu einer Ahndung vor dem internationalen Strafgerichtshof in Den Haag kommt. Die internationale Staatengemeinschaft muss Mittel und Wege finden, die bewusste Zerstörung von kulturellen Erbgütern in Zukunft zu verhindern.

Deutschland trägt hierbei eine besondere Verantwortung, weiß es doch um die Folgen der bewussten Zerstörung von Kulturgütern, insbesondere aus der Zeit des Nationalsozialismus. Dies heißt aber nicht, sich militärisch einzumischen. Wir müssen präventiv tätig werden und dort, wo die gezielte Auslöschung jahrtausendealter Kulturstätten nicht verhindert werden konnte, unsere Expertise bei der Sicherung, Dokumentation, Digitalisierung und einem möglichen Wiederaufbau einbringen. Darüber hinaus gilt es alles zu unternehmen, den Handel mit Kulturraubgütern international zu unterbinden.“

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