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Welternährungstag bleibt Welthungertag

Pressemitteilung von Niema Movassat,

„Der Welternährungstag bleibt ein Welthungertag. Dramatisch ist die Lage für die flüchtende Bevölkerung in Syrien und im Irak sowie für die rund 4 Millionen Hungernden im Südsudan. Allesamt Konflikte, die der Westen kräftig mit angerührt hat“, erklärt Niema Movassat, Sprecher für Welternährung der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des Welternährungstags am 16. Oktober. Movassat weiter:



„Es ist ein Skandal, dass einerseits für extrem teure Militärinterventionen und Aufrüstung der Bundeswehr das Geld sehr locker sitzt und andererseits alle Warnungen bezüglich Ebola und alle dringenden Appelle zu humanitärer Hilfe über Monate in den Wind geschossen werden. Die nächste große Hungerkatastrophe droht nun in den Ebola-Gebieten. Wenigstens hier muss die Bundesregierung frühzeitig handeln und Hilfsmaßnahmen einleiten. Sonst sterben die eben von Ebola Geretteten bald darauf an Hunger. Das ist unerträglich.

Im Kampf gegen Hunger brauchen wir ein radikales Umdenken. Das Recht auf Nahrung muss im Zentrum stehen und nicht die Interessen der Agrarkonzerne. Es geht um Ernährungssouveränität in den Ländern des Südens. Die Bundesregierung setzt mit ‚German Food Partnership‘ und ‚G8 New Alliance‘ auf ein komplett falsches Pferd. Unsere Entwicklungszusammenarbeit muss die Kleinbauern in den Ländern des Südens stärken. Sie sind am meisten vom Hunger betroffen und zugleich am produktivsten. Landgrabbing großer Agrarkonzerne und Nahrungsmittelspekulation müssen unterbunden und eigennützige Wirtschaftspartner-schaftsabkommen gestoppt werden. DIE LINKE hat hierzu den Antrag ‚Hunger bekämpfen, Recht auf Nahrung stärken‘ in den Bundestag eingebracht.“

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