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Verdacht der Vergiftung von Abdullah Öcalan muss aufgeklärt werden

Pressemitteilung von Norman Paech,

Zum Verdacht der Vergiftung des auf der Gefängnisinsel Imrali in der Türkei inhaftierten ehemaligen Vorsitzenden der PKK Abdullah Öcalan erklärt der außenpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE., Norman Paech:

Die Anwälte Abdullah Öcalan’s haben in einer Pressekonferenz Anfang März bekannt gegeben, dass die Untersuchung von Haarproben ihres Mandanten auf eine vorsätzliche Vergiftung schließen lasse. Laboruntersuchungen der Haarproben hätten stark erhöhte Konzentrationen von Strontium und Chrom nachgewiesen, die die normalen Werte um ein vielfaches überstiegen und zu schweren Erkrankung führen könnten.

Sollte sich der Verdacht der Anwälte bestätigen, dass Abdullah Öcalan unter der Obhut der türkischen Regierung langsam vergiftet wird, wäre dies ein Skandal von internationalem Ausmaß. Dementsprechend muss es auch im Sinne der Bundesregierung sein, diesem Verdacht nachzugehen.

Deshalb habe ich mein parlamentarisches Fragerecht genutzt und die Bundesregierung gefragt, ob sie sich für eine unabhängige Ärztedelegation einsetzt, die Abdullah Öcalan umfassend untersucht und die Öffentlichkeit über das Ergebnis der Untersuchung informiert. Laut Geschäftsordnung des Bundestages muss die Bundesregierung bis Mitte nächster Woche schriftlich auf meine Fragen antworten.

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