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Veraltete Geschlechterstereotype endlich entstauben

Pressemitteilung von Yvonne Ploetz,

„Die verstaubten Geschlechterstereotype scheinen auch in den Köpfen der jungen Generation leider noch fest verankert zu sein“, so Yvonne Ploetz, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des Girls‘ Day am 26. April. „Mädchen orientieren sich bei der Berufswahl immer noch an den traditionell vorgegebenen Mustern, während Jungs weiterhin die technischen Berufe vorziehen“. Ploetz weiter:

„Nach der IG Metall-Ausbildungsbilanz 2011 haben sich die Ausbildungschancen junger Frauen sogar verschlechtert: Im vergangenen Jahr wurden 2.700 weniger Ausbildungsverträge mit Frauen abgeschlossen. Der Anteil aller mit Frauen geschlossenen Ausbildungsverträge erreicht mit 40,7 Prozent einen neuen Tiefpunkt. Dazu kommt noch eine deutlich geringere Ausbildungsvergütung für weibliche Auszubildende.

Alte Stereotype werden so weiter fortgeführt. Junge Mädchen erliegen ihren Selbstzweifeln und fühlen sich häufig infolge gesellschaftlicher Vorurteile und alter Rollenbilder nicht für die ‚typischen Männerberufe‘ befähigt.

DIE LINKE möchte auch in diesem Jahr mit ihrer Beteiligung am Girls‘ Day gegen die strukturelle Diskriminierung und verstaubten Geschlechterklischees in der Gesellschaft und Arbeitswelt ankämpfen. Klar ist aber auch, dass ein solcher Aktionstag allein nicht für eine tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter ausreicht. ‚Typische Frauenberufe ‘müssen systematisch aufgewertet werden. Eine Mindestausbildungsvergütung sowie ein Recht auf unbefristete Übernahme nach der Ausbildung würden dazu beitragen.“

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